04 January 2026, 20:22

Stromausfall in Berlin zwingt 200 Geflüchtete in Tegels altes Terminal C

Zwei Krankenwagen nebeneinander unter einem Dach geparkt, mit einer Person auf der rechten Seite und einem Mann neben dem linken Krankenwagen.

Flüchtlinge in andere Unterkünfte verlegt - Stromausfall in Berlin zwingt 200 Geflüchtete in Tegels altes Terminal C

Rund 200 Geflüchtete wurden nach einem Stromausfall in Berlin in ihrer bisherigen Unterkunft notdürftig in die ehemaligen Terminals des Berliner Flughafens Tegel verlegt. Die Umsiedlung erfolgte früher als geplant, da die Einrichtung ursprünglich erst im Januar 2026 eröffnet werden sollte. Unter den Umgesiedelten befinden sich auch Personen mit schweren gesundheitlichen Problemen, darunter zehn Menschen, die auf Beatmungsgeräte angewiesen sind.

Im Rahmen der Notfallmaßnahmen wurde Terminal C des alten Flughafens Tegel innerhalb von nur zwei Stunden zu einer provisorischen Notunterkunft umfunktioniert. Die Abläufe verliefen reibungslos – von den geplanten 500 Notplätzen sind nun 200 belegt. Der Umzug war notwendig geworden, nachdem ein Stromausfall die ursprüngliche Unterbringung der Geflüchteten im Südwesten Berlins lahmgelegt hatte.

Gleichzeitig läuft der Ausbau einer langfristigen Lösung: Die Senatskanzlei Berlin errichtet am selben Standort ein neues Aufnahmezentrum nach EU-Standard. Die Anlage, die bis zu 2.600 Menschen aufnehmen soll, besteht aus Holz-Container-Modulen. Ursprünglich war die Fertigstellung für Anfang 2026 vorgesehen, doch die aktuelle Krise hat Teile des Prozesses beschleunigt.

Die Notunterkunft in Terminal C bietet nun sofortige Hilfe für 200 Geflüchtete, darunter auch solche mit intensivmedizinischem Betreuungsbedarf. Nach seiner Vollendung wird das neue Aufnahmezentrum die Kapazitäten Deutschlands zur Unterbringung schutzbedürftiger Menschen deutlich erweitern. Die vorgezogene Eröffnung unterstreicht die Fähigkeit der Stadt, auf unerwartete Herausforderungen schnell zu reagieren.