Stuttgart 21: Eröffnung des Tiefbahnhofs verzögert sich bis mindestens 2030
Philipp HartmannStuttgart 21: Eröffnung des Tiefbahnhofs verzögert sich bis mindestens 2030
Die Eröffnung des neuen Stuttgarter Bahnknotens Stuttgart 21 verzögert sich erneut. Wichtige Teile des Milliardenprojekts werden frühestens 2025 in Betrieb gehen, mit einer vollständigen Inbetriebnahme nun nicht vor 2030. Einen verbindlichen Termin für die Fertigstellung einzelner Abschnitte gibt es bisher nicht.
Erste Teilabschnitte von Stuttgart 21 könnten 2025 in eingeschränktem Betrieb starten. Die Verbindung zum Flughafen wird jedoch erst ab 2027 verkehren. Der unterirdische Bahnhof, der sogenannte Tiefbahnhof, wird voraussichtlich nicht vor 2030 eröffnet.
Der Fortschritt hängt von der Fertigstellung entscheidender Gleisausbauten ab, etwa der Strecke Wendlingen–Ulm. Diese sollte eigentlich im Dezember 2022 in Betrieb gehen, doch Verzögerungen traten auf, bevor die Arbeiten an der Stromversorgung abgeschlossen waren. Zudem müssen die Betonarbeiten an den Bahnsteigen beendet werden, bevor Testfahrten in Richtung Stadtzentrum beginnen können.
Die Deutsche Bahn hat bisher nicht auf Anfragen zu den Verzögerungen reagiert. Gleichzeitig arbeitet das Unternehmen an einem neuen Betriebsplan, der bis Mitte 2026 vorliegen soll. Ohne diesen bleibt die vollständige Inbetriebnahme des Knotens ungewiss.
Der Zeitplan für das Projekt verschiebt sich weiterhin, ohne dass feste Eröffnungstermine für einzelne Komponenten feststehen. Teilweise könnten ab 2025 erste Züge fahren, doch der Tiefbahnhof und der Volllbetrieb werden frühestens 2030 erwartet. Der Erfolg des Projekts hängt weiterhin von der Fertigstellung der Infrastruktur und der finalen Ausarbeitung eines funktionsfähigen Fahrplans ab.






