Tempelhofer Feld: Berliner Senat prüft Teilbebauung für 50.000 neue Bewohner
Philipp HartmannTempelhofer Feld: Berliner Senat prüft Teilbebauung für 50.000 neue Bewohner
Berliner Regierungsbürgermeister Kai Wegner prüft Pläne zur Bebauung eines Teils des Tempelhofer Felds. Der Vorschlag sieht den Bau von Wohnraum für über 50.000 Einwohner vor, während der Großteil der Fläche unberührt bleibt. Eine aktuelle Umfrage zeigt eine deutliche öffentliche Unterstützung für begrenzte Baumaßnahmen am Rand des Freigeländes.
2014 hatte ein Volksentscheid jegliche Bebauung auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof verboten. Der aktuelle Plan sieht vor, die geschützten 200 Hektar Wiesenland – wie im Tempelhof-Gesetz festgelegt – unverändert zu lassen und stattdessen ein Drittel des Geländes für die Entwicklung zu nutzen.
Eine Gruppe von Architekten hat einen Entwurf für etwa 21.000 Wohnungen auf diesem Abschnitt erarbeitet. Bei Genehmigung würde das Projekt mehr als 20.000 neue Wohnungen schaffen. Das Land Berlin könnte die Initiative federführend leiten; der Finanzsenator prüft derzeit die wirtschaftliche Machbarkeit.
Die öffentliche Meinung scheint dem Vorhaben wohlgesinnt. Eine repräsentative Umfrage ergab, dass 59 Prozent der Befragten eine „maßvolle Bebauung am Rand des Tempelhofer Felds zur Schaffung zusätzlichen Wohnraums“ befürworten.
Der Plan würde die zentrale Wiesenfläche erhalten, während Tausende neue Wohnungen entstehen. Die Berliner Regierung bewertet nun, ob das Projekt finanziell tragbar ist. Bei einer Genehmigung könnte es in den kommenden Jahren Zehntausenden Einwohnern Wohnraum bieten.






