31 May 2026, 06:06

Tim Raue bricht sein Schweigen über die brutale Kreuzberger Gang "36 Boys"

Promi-Koch Raue: Mein ganzer K├Ârper schreit: Lauf, Lauf, Lauf!

Tim Raue bricht sein Schweigen über die brutale Kreuzberger Gang "36 Boys"

Ein neues Buch enthüllt die gewalttätige Vergangenheit der berüchtigten Berliner Gang „36 Boys“. Zu ihren ehemaligen Mitgliedern zählt Tim Raue, heute ein gefeierter Sternekoch, der sich als Teenager in Kreuzberg der Gruppe anschloss. Seine Erlebnisse – von brutalen Aufnahmeritualen bis zu Straßenschlachten – werden in „36 Boys: Wie eine Kreuzberger Gang zur Legende wurde“ detailliert geschildert.

Zwischen seinem 14. und 16. Lebensjahr gehörte Tim Raue zu den „36 Boys“, einer Gang, die in den 1980er-Jahren in Kreuzberg für ihren rücksichtslosen Ruf bekannt war. Das Aufnahmeritual der Gruppe verlangte von Neulingen, sich drei Minuten lang gegen zwei Mitglieder zu behaupten – ohne zurückzuweichen. Raue überstand die Prügel, eine Narbe aus dieser Zeit trägt er bis heute mit Stolz.

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Gewalt war im Alltag der Gang allgegenwärtig. Raue gibt zu, dass er oft das Bedürfnis verspürte zu fliehen, wenn er von Rivalen in der Unterzahl war. Doch er blieb stets stehen, überzeugt davon, dass nur wer sich behauptete, Respekt erzielte. Schlägereien zwischen verfeindeten Gruppen gehörten zum Straßenleben in Kreuzberg einfach dazu.

Bei einer aktuellen Buchpräsentation trat Raue gemeinsam mit Muzaffer „Muci“ Tosun auf, einem weiteren ehemaligen Mitglied. Das Buch erzählt, wie der Drang der Gang nach Anerkennung und Zugehörigkeit ihr Leben prägte. Für Raue ging es vor allem um eines: dazuzugehören – selbst wenn es einen hohen Preis hatte.

Die Narben und Erinnerungen an seine Zeit bei den „36 Boys“ begleiten Raue noch Jahrzehnte später. Das Buch wirft ein Licht auf ein bewegtes Kapitel der Berliner Geschichte, in dem Straßenloyalität und Überleben untrennbar miteinander verbunden waren. Seine Geschichte ist nun Teil einer dokumentierten Chronik, die die ungeschönte Realität des Gang-Lebens in Kreuzberg einfängt.

Quelle