27 March 2026, 12:16

Tödlicher Angriff auf Zugbegleiter entfacht Streit über Sicherheitslücken bei der Bahn

Ein Bild mit Fotos von Menschen, Zügen und anderen Gegenständen sowie einem Titel, der besagt: "Der Zug, der nie hält - wie das kontinuierliche Transportsystem funktioniert."

Tödlicher Angriff auf Zugbegleiter entfacht Streit über Sicherheitslücken bei der Bahn

Streit um Sicherheit von Zugbegleitern eskaliert nach tödlichem Angriff

Die Debatte über die Sicherheit von Zugbegleitern hat sich nach einem tödlichen Angriff Anfang dieses Jahres weiter zugespitzt. Gewerkschaften fordern verbindliche Zweipersonen-Besetzungen, doch die Verkehrsminister haben den Vorschlag abgelehnt. Unterdessen hat die Deutsche Bahn neue Sicherheitsmaßnahmen eingeführt, darunter Körperkameras für das Personal.

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) drängt seit dem Tod des Zugbegleiters Serkan C. im Februar 2024 in Rheinland-Pfalz auf eine verpflichtende Zweierbesetzung in Zügen. Gewerkschaftschef Martin Burkert warnte, die Gewalt gegen Frontpersonal nehme weiter zu. Offizielle Zahlen verzeichnen 3.324 Angriffe im Jahr 2024 und über 3.000 im Jahr 2025 – eine genaue Statistik für Vorfälle nach Februar 2024 liegt jedoch nicht vor.

Die Verkehrsministerkonferenz lehnt jedoch bundesweite Vorgaben zur Personalstärke ab. Stattdessen unterstützt sie die jüngsten Schritte der Deutschen Bahn, etwa die Ausgabe von Körperkameras für Servicekräfte und den Verzicht auf Ausweiskontrollen bei Fahrkartenprüfern. Zudem laufen Gespräche über eine bessere Videoüberwachung an Bahnhöfen.

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder kündigte an, die neuen Maßnahmen bis Ende April zu bewerten. Die Regierung betonte, es gebe keine zusätzlichen Mittel – die bestehenden Budgets deckten die aktuellen Anforderungen bereits ab.

Obwohl die Sicherheitsaufrüstung der Deutschen Bahn bei den Ministern auf Zustimmung stößt, bleiben Gewerkschaften und Mitarbeiter skeptisch und fordern wirksamere Schutzmaßnahmen. Eine Überprüfung der neuen Richtlinien soll in den kommenden Wochen erfolgen.

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