08 February 2026, 02:12

Vandalen in der Breitachklamm: Wer schützt die winterliche Naturpracht bei Oberstdorf?

Ein kleiner Wasserfall in einem schneebedeckten Wald, mit Eiszapfen an den Felsen und schneebedeckten Bäumen im Hintergrund.

Vandalen in der Breitachklamm: Wer schützt die winterliche Naturpracht bei Oberstdorf?

Breitachklamm: Spektakuläre Schlucht bei Oberstdorf-Tiefenbach von Vandalenakt betroffen

Die beeindruckende Breitachklamm, eine 150 Meter tiefe Schlucht in der Nähe von Oberstdorf-Tiefenbach, sieht sich aktuell mit Vorfällen von rücksichtslosem Besucherverhalten konfrontiert. Ein Nutzer auf Reddit machte auf das Problem aufmerksam, nachdem zwei Kinder dabei beobachtet worden waren, wie sie Eiszapfen abbrachen und diese gegen Eisfelsen warfen. Die seit 1905 für die Öffentlichkeit zugängliche Klamm erhebt Eintrittsgelder von 9 Euro für Erwachsene und 2,50 Euro für Kinder.

Die Schlucht entstand vor etwa 10.000 Jahren durch den Rückzug des Breitachgletschers. Heute zieht sie Besucher mit ihren steilen Felswänden und winterlichen Eisformationen in ihren Bann. Mehrere Rundwanderwege führen durch die Klamm und verbinden sie mit höheren Bergpfaden.

In einem kürzlichen Reddit-Beitrag wurde beschrieben, wie zwei Kinder gezielt Eiszapfen abrissen und sie auf unzugängliche Eisstrukturen schleuderten. Die Eltern sollen laut Aussage des Nutzers nicht eingeschritten sein. Zwar greift das Personal ein, wenn die Schäden ein kritisches Ausmaß erreichen, die Verwaltung stuft abgebrochene Eiszapfen jedoch nicht als schwerwiegendes Problem ein.

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Von Oberstdorf-Tiefenbach sowie aus dem Kleinwalsertal heraus zugänglich, wurde die Klamm 1905 erstmals für Touristen geöffnet – eine Idee des Tiefenbacher Pfarrers Johannes Schiebel, der ihr Potenzial als Naturattraktion erkannte.

Trotz vereinzelter Vorfälle bleibt die Breitachklamm ein beliebtes Ausflugsziel dank ihrer einzigartigen Landschaft. Besucher zahlen Eintritt, um das Gelände zu erkunden, während das Personal auf größere Schäden achtet. Die Kombination aus natürlicher Schönheit und historischer Bedeutung lockt weiterhin viele Gäste an – wobei zu verantwortungsvollem Verhalten aufgerufen wird.