30 January 2026, 00:19

Verkehrsgerichtstag 2026 in Goslar diskutiert brennende Sicherheitsfragen und Drohnen-Chaos

Eine Gruppe von Menschen fährt auf Fahrrädern vor dem Brandenburger Tor in Berlin, Deutschland, vorbei, wobei sie Helme tragen und eine Person ein gelbes Schild mit Text hölt, mit Laternenmästen, Ampeln, Gebäuden, Bäumen und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Verkehrsgerichtstag 2026 in Goslar diskutiert brennende Sicherheitsfragen und Drohnen-Chaos

64. Deutscher Verkehrsgerichtstag beginnt am 29. Januar 2026 in Goslar

Am 29. Januar 2026 eröffnet der 64. Deutsche Verkehrsgerichtstag in der Kaiserpfalz Goslar seine Pforten. Die zweitägige Fachveranstaltung versammelt Juristen, Staatsanwälte und Verkehrsexperten, um aktuelle Herausforderungen in der Straßen- und Luftverkehrssicherheit zu erörtern.

Den Eröffnungsvortrag hält Bundesanwalt Jens Rommel. Sein Referat mit dem Titel "Das Auto als Waffe? – Rechtliche Bewertung von Kraftfahrzeugen bei illegalen Straßenrennen, Amokfahrten und terroristischen Anschlägen" setzt sich mit den juristischen Problemen bei Fahrzeugstraftaten auseinander.

In verschiedenen Arbeitskreisen werden während der beiden Tage zentrale Themen behandelt. Ein Gremium widmet sich der Durchsetzung von EU-weit einheitlichen Sanktionen bei Verkehrsverstößen, ein weiteres analysiert Ablenkung am Steuer und deren Folgen. Zudem steht die Entschädigung für Nutzungsausfall von Fahrzeugen nach Unfällen auf der Agenda.

Weitere Diskussionen drehen sich um Alkoholisierung bei Rad- und E-Bike-Fahrern, den Einsatz von Gebrauchtteilen in der Unfallinstandsetzung sowie geplante Anpassungen der Führerscheinprüfungsrichtlinien. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Auswirkungen verbesserter UnfallDatenerfassung auf die Verkehrssicherheit.

Arbeitskreis VIII befasst sich mit einem wachsenden Problem in der Luftfahrt: "Wie viele Drohnen verträgt der Luftraum?" Der Vorsitzende dieser Gruppe steht bisher noch nicht öffentlich fest. Die Konferenz endet am 30. Januar 2026.

Ziel der Veranstaltung ist es, künftige Verkehrsgesetze und Sicherheitsmaßnahmen mitzugestalten. Die Ergebnisse der Arbeitskreise könnten die Politik in den Bereichen Drohnenregulierung, Fahrzeugmissbrauch und Unfallprävention beeinflussen. Rechtsexperten und Verkehrsplaner werden die Erkenntnisse nutzen, um kommende Vorschriften zu entwickeln.