„Verraten und verkauft“: Ein DDR-Flüchtling erzählt seine bewegende Geschichte
Philipp Hartmann„Verraten und verkauft“: Ein DDR-Flüchtling erzählt seine bewegende Geschichte
Am 25. Januar 2026 findet eine öffentliche Veranstaltung statt, die die bewegende Geschichte von Michael Teupel erzählt – einem Mann, der unter der repressiven Herrschaft der DDR litt. Die Landesabgeordnete Veronika Bode lädt zu diesem Gespräch ein, das Teupels gescheiterten Fluchtversuch, seine Inhaftierung und die langfristigen Folgen politischer Verfolgung in der DDR thematisiert.
Mit nur 18 Jahren versuchte Michael Teupel, aus der DDR zu fliehen, wurde jedoch verraten und zu zwei Jahren Haft in der Strafanstalt Brandenburg-Görden verurteilt. Später wurde er von der Bundesrepublik freigekauft – ein damals gängiges Vorgehen bei politischen Häftlingen. Seine Erlebnisse stehen exemplarisch für die Grausamkeit des SED-Staates.
Die Veranstaltung unter dem Titel "Verraten und verkauft: Eine Fluchtgeschichte" beginnt um 16 Uhr in Helmstedt. Teupel wird von seinen Fluchtversuchen, den menschenunwürdigen Haftbedingungen und den Spätfolgen der Verfolgung berichten. Sein Vortrag knüpft dabei an ein aktuelles lokales Projekt an: die von ihm initiierte Umbenennung des Vorplatzes am Helmstedter Bahnhof in Fred-Woitke-Platz. Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit zur Diskussion und zu Fragen aus dem Publikum. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung bis zum 20. Januar 2026 jedoch erforderlich. Interessierte können sich per E-Mail unter [email protected] oder telefonisch unter +49 5351 / 424619 anmelden.
Teupel engagiert sich bis heute in der historischen und politischen Bildungsarbeit und arbeitet mit Opferverbänden zusammen, um das Gedenken an die DDR-Repression wachzuhalten. Seine Geschichte mahnt an die Schicksale all jener, die sich dem Regime widersetzten.
Die Veranstaltung bietet die seltene Gelegenheit, aus erster Hand von den Lebensumständen in der DDR und den Folgen politischer Unterdrückung zu hören. Teupels Bericht, verbunden mit der Umbenennung des Fred-Woitke-Platzes, unterstreicht die anhaltenden Bemühungen, die Opfer des DDR-Regimes zu ehren.