Vom Taxi zum TV-Star: Isaak Cissés einzigartiger Weg zum Münchner Kultstatus
Noah JägerSeine Sehnsucht nach seinen Bayern-Idolen trieb ihn nach München - Vom Taxi zum TV-Star: Isaak Cissés einzigartiger Weg zum Münchner Kultstatus
Isaak Cissé, ein Taxifahrer aus München, ist zu einem der bekanntesten Gesichter der Stadt geworden. Berühmt für seinen ansteckenden Humor und seine große Leidenschaft für den Fußball, war er kürzlich Teil der Serie Lebenslinien. Sein Weg von Dakar nach Bayern ist ebenso bemerkenswert wie sein Kultstatus unter den Fans des FC Bayern.
1954 in Dakar geboren, wuchs Cissé als eines von 13 Kindern in Armut auf. Trotz aller Entbehrungen verlor er nie seine Begeisterung für den Fußball. Ende der 1970er-Jahre zog er nach München, um näher bei Bayern München zu sein – dem Verein, den er verehrte.
Das Leben in Deutschland war anfangs nicht einfach. Die Integration gestaltete sich schwierig, doch mit seiner Herzlichkeit und seinem Humor gewann er schließlich die Menschen für sich. Jahrelang fuhr er tagsüber Taxi – doch seinen wahren Ruhm erlangte er durch das Fernsehen. In der BR-Sportshow Blickpunkt Sport wurde er zu einer beliebten Figur. Jeden Sonntagabend beendete er die Sendung mit Witzen, scharfsinnigen Imitationen von Trainern und Fußball-Sketchen. Sein eigenwilliger Stil machte ihn zum Überraschungsgast und Publikumsliebling.
Cissés Energie beschränkte sich nicht auf den Bildschirm. Verheiratet und mit einer eigenen Familie baute er sich in München ein Leben auf, ohne dabei seine Wurzeln zu vergessen. Nun, da er nach vorn blickt, plant er, seine letzten Jahre in Dakar zu verbringen.
Cissés Geschichte verbindet zwei Welten – sein senegalesisches Erbe und seine bayerische Wahlheimat. Sein Vermächtnis als Münchens berühmtester Taxifahrer und Fußballkommentator bleibt bestehen. Ob am Steuer oder vor der Kamera, seine Begeisterung hat bleibende Spuren in der Sportkultur der Stadt hinterlassen.






