Vorpommern-Greifswald: Weniger Gewalt, aber mehr gestohlene Fahrräder im Jahr 2025
Noah JägerVorpommern-Greifswald: Weniger Gewalt, aber mehr gestohlene Fahrräder im Jahr 2025
Kriminalitätsstatistik 2025 in Vorpommern-Greifswald: Rückgang bei Gewaltdelikten, aber mehr Fahrraddiebstähle
Die Kriminalitätsentwicklung im Landkreis Vorpommern-Greifswald zeigte 2025 ein gemischtes Bild: Während die Gesamtzahl der gemeldeten Straftaten um 2,2 % sank, stiegen insbesondere Fahrraddiebstähle deutlich an. Gewaltdelikte gegen das Leben gingen hingegen im Vergleich zum Vorjahr stark zurück.
Insgesamt registrierte die Polizei 16.355 Straftaten (2024: 16.729). Trotz des Rückgangs nahm die Zahl der Diebstahlsdelikte um 5,4 % zu – mit einem besonders markanten Anstieg bei Fahrraddiebstählen, die um 22,2 % stiegen und damit dem landesweiten Trend widersprachen. Allein auf der Insel Usedom belief sich der Wert gestohlener Fahrräder auf geschätzte 1,32 Millionen Euro.
Bei den Gewaltdelikten gegen das Leben verzeichnete der Landkreis einen drastischen Rückgang um 62,5 %. Nur sechs Fälle wurden 2025 gemeldet (2024: 16), wobei alle aufgeklärt werden konnten – eine Aufklärungsquote von 100 % in dieser Kategorie. Die Gesamtaufklärungsquote blieb mit 64,4 % stabil (10.525 gelöste Fälle), fast identisch zum Vorjahr.
Die Zahlen für 2025 zeigen zwar einen Rückgang der Gesamtkriminalität, doch bleiben Diebstahlsdelikte – vor allem Fahrraddiebstähle – eine anhaltende Herausforderung. Gewaltdelikte gegen das Leben erreichten dagegen den niedrigsten Stand seit Jahren, mit einer vollständigen Aufklärung aller Fälle. Die Behörden dürften künftig den Fokus auf die Bekämpfung der Diebstahlskriminalität legen, während sie die Fortschritte in anderen Bereichen weiter festigen.






