29 June 2026, 06:07

VW plant Werksschließungen und 30.000 Stellenabbau bis 2024

Volkswagen plant, vier Fabriken zu schließen

VW plant Werksschließungen und 30.000 Stellenabbau bis 2024

Volkswagen hat Pläne bekannt gegeben, im Jahr 2024 drei deutsche Werke zu schließen und 30.000 Arbeitsplätze abzubauen. Der Schritt erfolgt, während einige europäische Standorte mit weniger als 60 Prozent Auslastung arbeiten und ungenutzte Produktionskapazitäten für bis zu 800.000 Fahrzeuge bestehen. Arbeitnehmervertreter kritisieren den Vorschlag scharf als Bedrohung für die Beschäftigten und die Mitbestimmungsrechte.

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Betroffen sind die Standorte Hannover, Zwickau, Emden sowie das Audi-Werk in Neckarsulm. In Zwickau und Emden werden Elektrofahrzeuge gefertigt, Hannover produziert den ID. Buzz und den ID. Buzz Cargo. Neckarsulm konzentriert sich auf Verbrenner- und Hybridmodelle.

Der Gewinn pro Fahrzeug stieg bei Volkswagen 2024 auf 5.919 Dollar – ein Anstieg gegenüber 3.593 Dollar im Jahr 2016. Dennoch liegen die Produktionskosten in Europa weiterhin über denen in Asien, insbesondere in China. Das Unternehmen betont, „entschlossene Maßnahmen“ ergreifen zu müssen, um die volle Auslastung der deutschen Werke wiederherzustellen.

Laut Berichten hat Konzernchef Oliver Blume einen noch radikaleren Plan vorgeschlagen: die Schließung von vier Werken und den Abbau von 100.000 Arbeitsplätzen bis 2030. Die umfassende Umstrukturierung könnte zudem eine Ausgliederung der Kernmarke Volkswagen und der Komponentensparte umfassen. Gewerkschaften argumentieren, dass solche Schritte das Volkswagen-Gesetz und die Arbeitnehmerrechte untergraben.

Ziel der Restrukturierung ist es, die ungenutzten Produktionskapazitäten und steigenden Kosten in den Griff zu bekommen. Die Werke in Hannover, Zwickau, Emden und Neckarsulm stehen vor einer möglichen Schließung. Die Arbeitnehmerseite äußert indes Bedenken hinsichtlich der Jobsecurity und des Einflusses der Belegschaft im Unternehmen.

Quelle