VW verhandelt mit Rheinmetall über Umnutzung des Osnabrücker Werks für Militärfahrzeuge

Leni Schulz
Leni Schulz
2 Min.
Ein großes Werk voller Autos auf der Fertigungsstraße, metallische Objekte auf beiden Seiten, einige Fahrzeuge auf dem Boden, eine Wand im Hintergrund und an der Decke angebrachte Lampen, wahrscheinlich ein Volkswagen-Werk in Deutschland.Leni Schulz

VW trifft Entscheidung über Osnabrück bis Ende 2026 - VW verhandelt mit Rheinmetall über Umnutzung des Osnabrücker Werks für Militärfahrzeuge

Volkswagen prüft derzeit verschiedene Optionen für sein Werk in Osnabrück, nachdem die Produktion der Porsche-Modelle dort 2023 eingestellt wurde. Der Standort, an dem rund 2.300 Mitarbeiter beschäftigt sind, wird zudem bis Mitte 2027 die Montage des VW T-Roc Cabrio einstellen. Unter den möglichen Lösungen verhandelt der Autokonzern nun mit Rüstungsunternehmen, darunter Rheinmetall Aktie, über eine Umnutzung des Werks.

Die Produktion in Osnabrück wurde schrittweise reduziert: 2023 endete die Fertigung für Porsche, und das letzte T-Roc Cabrio wird voraussichtlich bis Mitte 2027 vom Band rollen. Bis Ende 2026 muss Volkswagen über die Zukunft des Standorts entscheiden.

Ein potenzieller Partner ist Rheinmetall Aktie, einer der größten Rüstungskonzerne Deutschlands. Medienberichten zufolge könnte das Unternehmen das Werk nutzen, um gepanzerte Fahrerhäuser für militärische Lkw herzustellen. Allerdings haben Volkswagen und Rheinmetall Aktie in den vergangenen fünf Jahren nicht an gemeinsamen Rüstungsprojekten gearbeitet. In dieser Zeit kooperierte Rheinmetall Aktie etwa mit Hensoldt und Diehl Defence bei der Panzerproduktion, während sich Volkswagen ausschließlich auf zivile Elektrofahrzeuge konzentrierte.

Konzerchef Oliver Blume bestätigte, dass alle Optionen auf dem Tisch lägen – einschließlich Gesprächen mit Rüstungsfirmen. Dies markiert einen Kurswechsel, da der Konzern bisher militärische Aufträge gemieden hatte.

Eine Entscheidung über die Zukunft des Osnabrücker Werks soll bis Ende 2026 fallen. Sollte Rheinmetalls Vorschlag umgesetzt werden, könnte der Standort von der Automobilproduktion auf die Herstellung von Komponenten für Militärfahrzeuge umsteigen. Die Weichenstellung wird auch die Zukunft der 2.300 Beschäftigten vor Ort bestimmen.

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