14 March 2026, 06:24

WACKER verzeichnet 2025 Rekordverlust von 805 Millionen Euro und streicht Dividende

Ein Diagramm, das die Anzahl der von der COVID-19-Pandemie betroffenen US-Geschäfte zeigt, unterteilt in Abschnitte für die Erholung und die wirtschaftliche Erholung, mit Unterabschnitten für verschiedene Branchen und begleitendem Text, der zusätzliche Daten bereitstellt.

WACKER verzeichnet 2025 Rekordverlust von 805 Millionen Euro und streicht Dividende

Die WACKER-Gruppe hat für das Jahr 2025 einen deutlichen finanziellen Einbruch gemeldet, wobei sich die Verluste in allen zentralen Kennziffern verschärft haben. Der Konzern verzeichnete einen Nettoverlust von 805 Millionen Euro, während das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erstmals seit Jahren in den negativen Bereich rutschte. Die Unternehmensführung warnte die Aktionäre nun, dass für das Geschäftsjahr keine Dividende ausgeschüttet wird.

Der Gesamtumsatz sank 2025 um 4 Prozent auf 5,49 Milliarden Euro und lag damit unter dem Vorjahreswert. Rückläufige Absatzmengen, schwächere Preise und nicht ausgelastete Produktionskapazitäten trugen zu diesem Rückgang bei. Hinzu kamen die anhaltend hohen Energiekosten in Deutschland, die die Rentabilität zusätzlich belasteten.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) brach um 43 Prozent auf 427 Millionen Euro ein. Selbst ohne Sonderposten ging das EBITDA noch um 29 Prozent auf 529 Millionen Euro zurück. Im Rahmen des im Oktober 2025 gestarteten Sparprogramms PACE verbuchte das Unternehmen 103 Millionen Euro an Restrukturierungskosten. Mit dieser Initiative sollen bis 2027 die jährlichen Kosten um über 300 Millionen Euro gesenkt werden – vor allem durch den Abbau von mehr als 1.500 Arbeitsplätzen weltweit, davon der Großteil in Deutschland. Die Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern über Zeitplan und Details der Entlassungen dauern jedoch noch an.

Die Abschreibungen und Amortisationen stiegen stark an und erreichten 606 Millionen Euro – deutlich mehr als im Vorjahr. Ein Hauptgrund war die Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts im Zusammenhang mit der Übernahme des spanischen Unternehmens ADL Biopharma. Zusammen mit Sonderabschreibungen in Höhe von rund 600 Millionen Euro trieben diese Belastungen den Nettoverlust auf 805 Millionen Euro. Auch das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) fiel mit minus 180 Millionen Euro negativ aus.

Für das erste Quartal 2026 rechnet WACKER mit einem Umsatz von etwa 1,35 Milliarden Euro. Das EBITDA für diesen Zeitraum wird auf 140 bis 160 Millionen Euro prognostiziert.

Angesichts der Jahresergebnisse 2025 haben Vorstand und Aufsichtsrat vorgeschlagen, die Dividendenzahlung für das Jahr ausfallen zu lassen. Das Unternehmen konzentriert sich nun auf die Umsetzung des Kostensenkungsprogramms und die Bewältigung der anhaltenden operativen Herausforderungen. Weitere Details zu Stellenabbau und Restrukturierungsmaßnahmen werden erwartet, sobald die Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern fortgeschritten sind.

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