Wadephul verhandelt mit Iran: Atomstreit und Straße von Hormus im Fokus
Außenminister Wadephul führt Gespräche mit Iran – Spannungen sollen abgebaut werden
Bundesaußenminister Johann Wadephul hat mit seinem iranischen Amtskollegen Abbas Araghchi gesprochen, um die steigenden Spannungen zu entschärfen. Das Gespräch erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Berlin und Washington ihre Haltung in der Frage der iranischen Atomambitionen und der maritimen Beschränkungen angleichen.
Wadephul führte das Telefongespräch mit Araghchi persönlich und betonte dabei die klare Position Deutschlands. Er forderte den Iran auf, sein Atomwaffenprogramm vollständig und überprüfbar aufzugeben. Zudem verlangte der Minister die sofortige Wiedereröffnung der Straße von Hormus, einer lebenswichtigen Schifffahrtsroute.
Im Verlauf der Unterredung machte Wadephul deutlich, dass Deutschland eine verhandelte Lösung unterstützt. Er unterstrich, dass Berlin und Washington nun dieselben Ziele verfolgten: die Beendigung der iranischen Atomentwicklung und die Wiederherstellung der freien Durchfahrt durch die Meerenge.
Das Telefonat folgt auf Wochen diplomatischer Anspannung. Wadephuls Äußerungen signalisieren eine stärkere Einheitlichkeit zwischen Deutschland und den USA im Umgang mit den iranischen Aktionen. Der Anruf untermauert Deutschlands Bemühungen um eine diplomatische Lösung, während gleichzeitig der Druck auf den Iran aufrechterhalten wird.
Beide Seiten haben ihre Forderungen wiederholt, doch ein unmittelbarer Durchbruch steht noch aus. Im Mittelpunkt bleiben die Verhinderung der Weiterverbreitung von Atomwaffen und die Gewährleistung des sicheren Seewegs.






