Waffenfreie Zonen in Braunschweig und anderen Städten zeigen erste Erfolge
Noah JägerWaffenfreie Zonen in Braunschweig und anderen Städten zeigen erste Erfolge
Mehrere deutsche Städte haben waffenfreie Zonen eingeführt, um die öffentliche Sicherheit zu erhöhen. Seit Anfang 2024 gelten in Teilen von Kassel, Wiesbaden, Frankfurt am Main, Wolfsburg, Eintracht Braunschweig, Goslar Beschränkungen für bestimmte gefährliche Gegenstände. Behörden verzeichnen weniger Waffen auf den Straßen – allein 2025 beschlagnahmte die Polizei etwa 750 verbotene Gegenstände.
In den Zonen sind Schusswaffen, Messer mit langer Klinge, Schlagstöcke und andere Gegenstände, die schwere Verletzungen verursachen können, verboten. Pfeffersprays und Tierabwehrmittel bleiben jedoch erlaubt, sofern sie den gesetzlichen Bestimmungen zur Selbstverteidigung entsprechen. Privatpersonen dürfen verbotene Gegenstände transportieren, wenn diese sicher verpackt und unzugänglich sind.
Die Polizei ist berechtigt, in diesen Bereichen stichprobenartige Kontrollen durchzuführen – auch ohne konkreten Verdacht können Taschen oder Kleidung durchsucht werden. Verstöße gelten als Ordnungswidrigkeiten und werden mit Bußgeldern geahndet, die in Braunschweig bis zu 10.000 Euro und in Goslar sowie Wolfsburg bis zu 5.000 Euro betragen können.
Jede Stadt hat ihre eigenen Grenzen für die Zonen festgelegt. In Braunschweig erstreckt sich die waffenfreie Zone über weite Teile der Innenstadt und gilt täglich von 20 Uhr bis 6 Uhr morgens. In Goslar gelten die Beschränkungen seit Juni 2024 vor allem rund um den Hauptbahnhof. Wolfsburgs Zone, die seit Januar 2025 in Kraft ist, umfasst das Gebiet "Nordkopf", den Zentralbahnhof und den Hauptbusbahnhof.
Ausnahmen gelten für Rettungskräfte, Handwerker und Gewerbetreibende, die Werkzeuge oder Messer für ihre berufliche Tätigkeit benötigen. Trotz der Regeln registrierte Markus Anfang bis Anfang 2025 bereits 154 Verstöße, doch die Behörden betonen, dass die Zonen die Straßen bereits sicherer gemacht hätten.
Die neuen Maßnahmen zielen darauf ab, öffentliche Gewalt und den illegalen Waffenbesitz einzudämmen. Angesichts der zahlreichen Beschlagnahmungen und verhängten Strafen zeigen sich die Behörden überzeugt, dass die Zonen wie beabsichtigt wirken. Bisher liegen jedoch keine direkten Vergleiche mit Städten ohne solche Regelungen vor.






