10 June 2026, 12:11

Wärmepumpen verdrängen Erdgas: Wie Deutschland seine Häuser neu heizt

Drei Viertel der neuen Wohngebäude heizen mit Wärmepumpen

Wärmepumpen verdrängen Erdgas: Wie Deutschland seine Häuser neu heizt

Wie die Deutschen ihre Häuser heizen, ändert sich rasant. Noch vor kurzem war Erdgas die dominierende Wahl – doch in Neubauten setzen Verbraucher zunehmend auf erneuerbare Energien und Wärmepumpen. Die aktuellen Zahlen aus dem Bau- und Wohnungssektor zeigen diesen Wandel deutlich.

2022 war Erdgas noch die häufigste Heizquelle und wurde in 53,9 Prozent aller Wohngebäude genutzt. Bis 2024 sank dieser Anteil jedoch auf 49,4 Prozent – ein deutlicher Rückgang.

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Noch stärker zeigt sich der Trend bei Neubauten: 2025 nutzen nur noch 10,5 Prozent der neu errichteten Häuser Erdgas als primäre Heizquelle. Stattdessen setzen 73,6 Prozent der neu gebauten Ein- und Mehrfamilienhäuser auf Wärmepumpen. Besonders beliebt ist die Technologie in Einfamilienhäusern (77,9 Prozent) und Zweifamilienhäusern (78,4 Prozent). Bei Mehrfamilienhäusern entfallen 52,7 Prozent der Hauptheizsysteme auf Wärmepumpen.

Insgesamt sind 87,0 Prozent der 2025 genehmigten Wohngebäude für die Nutzung erneuerbarer Energien beim Heizen ausgelegt. Das passt zum Gesamtbild: 78,2 Prozent aller Neubauten setzen mittlerweile auf Erneuerbare. Nur noch 2,2 Prozent der neuen Projekte entscheiden sich für Erdgas.

Die Daten belegen einen klaren Abschied von Erdgas im deutschen Wohnungssektor. Während Neubauten zunehmend von erneuerbaren Energien und Wärmepumpen geprägt sind, bleibt der Bestand noch largely von Gas abhängig. Der Wandel spiegelt die veränderten Prioritäten bei der Energieversorgung im Land wider.

Quelle