Warnstreik im öffentlichen Dienst Niedersachsens: Ganztägige Arbeitsniederlegung am Mittwoch
Finn WagnerGewerkschaft der öffentlichen Dienstleistenden ruft zu Warnstreik in Niedersachsen auf - Warnstreik im öffentlichen Dienst Niedersachsens: Ganztägige Arbeitsniederlegung am Mittwoch
Beschäftigte im öffentlichen Dienst Niedersachsens legen am Mittwoch ganztägig die Arbeit nieder
Am kommenden Mittwoch werden Beschäftigte des öffentlichen Dienstes in Niedersachsen zu einem eintägigen Warnstreik aufrufen. Die Aktion erfolgt im Rahmen des anhaltenden Tarifkonflikts, in dem die Gewerkschaften höhere Löhne durchsetzen wollen. Die Arbeitgeber haben die Forderungen bereits als unrealistisch zurückgewiesen.
Zu dem Streik aufgerufen haben die dbb beamtenbund und tarifunion sowie weitere Arbeitnehmerverbände. Sie fordern eine Lohnerhöhung von sieben Prozent, mindestens jedoch 300 Euro mehr im Monat. Die Arbeitgeber halten diese Forderungen für nicht finanzierbar und verweigern weitere Verhandlungen.
Mit Einschränkungen ist vor allem bei Dienstleistungen wie Straßeninstandhaltung zu rechnen, während der Winterdienst weitgehend aufrechterhalten bleibt. Alexander Zimbehl, Landesvorsitzender des dbb, kündigte an, dass sich tausende Beschäftigte in ganz Niedersachsen am Streik beteiligen würden. Die Gewerkschaft Verdi schätzte die Teilnehmerzahl einer späteren Kundgebung in Hannover 96 auf etwa 800 Personen.
Für 11:00 Uhr ist in Hannover eine große Demonstration geplant, bei der der dbb-Bundesvorsitzende Volker Geyer und Zimbehl zu den Beschäftigten sprechen werden. Die Gewerkschaft erwartet eine starke Mobilisierung, um vor der nächsten Verhandlungsrunde zusätzlichen Druck aufzubauen. Die Gespräche sollen am 11. Februar in Potsdam fortgesetzt werden.
Der Streik wird die Entschlossenheit beider Seiten auf die Probe stellen. Sollte keine Einigung erzielt werden, könnten weitere Arbeitsniederlegungen folgen. Die nächste Verhandlungsrunde in Potsdam wird zeigen, ob sich der Konflikt zuspitzt oder eine Lösung in Sicht ist.