Warnstreiks legen niedersächsische Häfen in Stade, Cuxhaven und Emden lahm
Leni SchulzWarnstreiks legen niedersächsische Häfen in Stade, Cuxhaven und Emden lahm
Warnstreiks legen drei große niedersächsische Häfen diese Woche lahm
Die Gewerkschaft Verdi hat zu Arbeitsniederlegungen in Stade, Cuxhaven und Emden am Donnerstag aufgerufen, nachdem die Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst weiterhin feststecken. In Emden wird es am Donnerstagmorgen zudem eine Demonstration geben, die die Protestaktionen verstärkt.
Die Streiks beginnen am Mittwoch in Stade, gefolgt von Cuxhaven und Emden am Donnerstag. Verdi bestätigte, dass sich die Aktion gegen Beschäftigte der Niedersachsen Ports (NPorts) richtet, doch die genaue Zahl der teilnehmenden Mitarbeiter bleibt unklar.
In Emden startet die Kundgebung um 9:00 Uhr an der Hochschule Emden/Leer. Die Demonstranten ziehen anschließend zum Haupttor des Hafens und werden dort zwischen 10:00 und 10:15 Uhr eintreffen. Anders als in den anderen Häfen gilt in Emden eine Notdienstvereinbarung, die einen eingeschränkten Betrieb sicherstellt. Die Notdienste beschränken sich dabei auf unverzichtbare hoheitliche Aufgaben – kommerzielle Schleusenbewegungen sind nicht erlaubt.
Für Stade und Cuxhaven gibt es keine solchen Regelungen, sodass dort mit einem vollständigen Stillstand zu rechnen ist. Mit den Streiks will Verdi den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen, nachdem die Lohnverhandlungen ins Stocken geraten sind. Die Gewerkschaft schließt weitere Eskalationen nicht aus, falls sich keine Fortschritte abzeichnen.
Die Arbeitsniederlegungen werden den Hafenbetrieb in Stade am Mittwoch sowie in Cuxhaven und Emden am Donnerstag zum Erliegen bringen. Während Emden über einen minimalen Notdienst verfügt, müssen die anderen Standorte mit einer kompletten Schließung rechnen. Die Proteste spiegeln die wachsende Verärgerung über die ungelösten Tarifkonflikte im öffentlichen Sektor wider.