31 March 2026, 16:15

Wirtschaftsexperte Truger warnt vor Preisschock durch Golf-Krise und fordert radikale Maßnahmen

Plakat mit der Aufschrift "Under President Biden's Inflation Reduction Act" in schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund, unterteilt in zwei Abschnitte: Der obere Abschnitt erläutert die Auswirkungen des Gesetzes, und der untere Abschnitt zeigt blaue und grüne Visualisierungen der Auswirkungen.

Wirtschaftsexperte Truger warnt vor Preisschock durch Golf-Krise und fordert radikale Maßnahmen

Deutschlands führender Wirtschaftsexperte warnt vor drohendem Preisschock durch Golf-Konflikt

Achim Truger, einer der wichtigsten wirtschaftlichen Berater des Landes, fordert dringende makroökonomische Maßnahmen, um eine Vertiefung der Krise zu verhindern.

In einem Beitrag für das Magazin Surplus skizzierte er eine Reihe von Schritten, um Haushalte und Unternehmen vor explodierenden Kosten zu schützen. Seine Vorschläge umfassen Steuerreformen, Preisobergrenzen sowie gezielte EU-Hilfen für besonders betroffene Mitgliedstaaten.

Truger betonte die Notwendigkeit einer abgestimmten Reaktion von Regierung und Sozialpartnern. Ohne Eingreifen drohe ein starker Inflationsschub, der eine schädliche Lohn-Preis-Spirale auslösen könnte. Um dies zu verhindern, empfiehlt er eine temporäre Inflationsausgleichsprämie – steuer- und sozialabgabenfrei –, um einmalige Zahlungen zu fördern.

Zudem forderte er die Aussetzung der strengen deutschen Schuldenbremse. Durch die Aktivierung der Notfallklausel könnte der Staat zeitlich befristete Unterstützungsmaßnahmen einführen. Preisdeckel für Grundgüter wie Gas, Öl und Strom sollten seiner Meinung nach wieder eingeführt werden, um übermäßige Preisanstiege zu verhindern.

Der Ökonom warnte außerdem vor unnötigen Zinserhöhungen durch die Europäische Zentralbank. Höhere Kreditkosten würden die wirtschaftliche Belastung nur verschärfen, so Truger. Stattdessen schlug er EU-weite Mechanismen vor, um Mitgliedstaaten mit schwächeren Finanzen zu unterstützen – ähnlich dem NextGenerationEU-Aufbaufonds, der während der Pandemie eingesetzt wurde.

Dieser Fonds hatte es der EU erstmals ermöglicht, gemeinsame Schulden aufzunehmen, um Ländern mit begrenzten Haushaltsspielräumen zu helfen. Truger plädiert nun für ein vergleichbares System, um anfällige Volkswirtschaften durch die aktuelle Krise zu bringen. Ohne solche Schritte drohe der Weltwirtschaft ein weiterer schwerer Abschwung, warnte er.

Trugers Vorschläge zielen darauf ab, die Preise zu stabilisieren und Haushalte vor finanzieller Überlastung zu schützen. Zu seinen Empfehlungen gehören Flexibilität bei den Schuldenregeln, gezielte Prämien sowie EU-gestützte Hilfen für schwächere Volkswirtschaften.

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Die Maßnahmen würden einige der Kriseninstrumente aufgreifen, die bereits während der Pandemie eingesetzt wurden. Ihr Erfolg hängt jedoch von einer schnellen politischen Einigung und Umsetzung ab.

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