WM 2026 startet mit Rekordteilnehmern und großen Herausforderungen in USA, Kanada und Mexiko
Philipp HartmannWM 2026 startet mit Rekordteilnehmern und großen Herausforderungen in USA, Kanada und Mexiko
Die FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft 2026 startet an diesem Donnerstag in drei Gastgeberländern: den USA, Kanada und Mexiko. Als größtes Sportereignis der Welt werden diesmal 48 Mannschaften antreten – darunter Debütanten wie Kap Verde, Curaçao und Jordanien. Währenddessen halten Diskussionen über Logistik, Nachhaltigkeit und den Zugang für Fans die WM weiter in Atem.
Die Medienberichterstattung dieser Woche hat dem Turnier bereits 14 Seiten gewidmet, und tägliche Updates sind für die kommenden Wochen angekündigt. Fans können den vollständigen Spielplan nun herunterladen und ausdrucken, doch für manche beginnt der Hindernisparcours schon vor dem Stadion. Die USA, eines der Gastgeberländer, setzen strenge Einreiseregeln durch, die nicht nur für Anhänger, sondern auch für Spieler der qualifizierten Teams gelten.
In Mexiko treiben explodierende Ticketpreise den Fußball immer weiter von seinen Arbeiterwurzeln weg. Viele langjährige Fans können sich den Besuch der Spiele schlicht nicht mehr leisten. Ein scharfer Kontrast dazu ist Kanada, wo die Organisatoren ein inklusiveres und zivileres Klima anstreben – im Gegensatz zum zunehmend autoritären Kurs der USA.
Auch die Nachhaltigkeit ist zu einem Streitpunkt geworden. Die ökologischen Versprechen der FIFA stehen im Widerspruch zum gigantischen Ausmaß des Turniers und werfen in Zeiten der Klimakrise Fragen nach dessen Umweltbilanz auf. Abseits des Platzes gibt es weitere Reibungspunkte: DFB-Sportdirektor Andreas Rettig hat die anhaltenden Debatten darüber, ob Spieler die Nationalhymne mitsingen sollten, als nebensächlich abgetan und fordert, den Fokus auf den Fußball zu lenken.
Das erweiterte Format mit 48 Teams bringt zwar frischen Wind in die WM, doch die Herausforderungen bleiben: hohe Kosten, Einreisebeschränkungen und Bedenken zur Nachhaltigkeit trüben die Vorfreude. Wenn der Ball nun bald rollt, wird sich die Aufmerksamkeit von der Vorbereitung auf die Leistungen auf dem Platz verlagern.






