31 May 2026, 08:06

Wohnungsnot in Deutschland: Mieter verlieren bis zu 29 Quadratmeter Wohnfläche

Mieten in Wiesbaden: Weniger Wohnraum für 1000 Euro

Wohnungsnot in Deutschland: Mieter verlieren bis zu 29 Quadratmeter Wohnfläche

Mieter in ganz Deutschland müssen mit deutlich weniger Wohnfläche auskommen

Eine neue Studie zeigt: In 60 von 80 Großstädten erhält man für dasselbe Budget heute mindestens 10 Prozent weniger Wohnfläche als noch 2020. Steigende Kosten und wirtschaftliche Belastungen zwingen viele Haushalte in immer kleinere Wohnungen.

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Die Lage hat sich seit 2022 weiter verschärft. In Berlin deckt eine Kaltmiete von 1.000 Euro heute 16 Quadratmeter weniger ab als früher. Auch in Wiesbaden ist der Rückgang spürbar: Wer im März 2022 noch 91 Quadratmeter für sein Geld bekam, muss sich bis 2026 mit nur noch 82 Quadratmetern begnügen. In Hamburg sind es 12 Quadratmeter weniger, in Mainz neun, und in Gelsenkirchen erhalten Mieter für denselben Preis sogar 29 Quadratmeter weniger Wohnfläche.

Höhere Betriebskosten werden direkt an die Mieter weitergegeben und verschärfen die Situation. Vermieter begründen die Mietsteigerungen mit gestiegenen Ausgaben. Gleichzeitig sind die Baukosten explodiert, was den Neubau von Wohnraum bremst.

Das Problem beschränkt sich längst nicht mehr auf die Großstädte. Ein „Überlaufeffekt“ treibt die Nachfrage – und damit die Preise – auch in angrenzenden Regionen in die Höhe, etwa im Ruhrgebiet. Gleichzeitig haben die Zinserhöhungen den Kauf einer Immobilie für viele unerschwinglich gemacht, sodass mehr Menschen auf dem Mietmarkt bleiben müssen. Dieser „Nachholeffekt“ verschärft die Konkurrenz um die knappen Wohnungen zusätzlich.

Ein Ende des Trends ist nicht in Sicht. Da weniger neue Wohnungen gebaut werden und die Nachfrage nach Mietwohnungen weiter steigt, müssen Mieter wohl auch künftig mit weniger Platz auskommen. Die Wohnungsnot bleibt eine wachsende Herausforderung in Städten bundesweit.

Quelle