Wolfenbüttel diskutiert das Aus für die städtische Grabpflege ab 2023
Stadtrat von Wolfenbüttel stimmt nächste Woche über Ende der kommunalen Grabpflege ab
Nächste Woche entscheidet der Stadtrat von Wolfenbüttel über einen Vorschlag, die städtische Grabpflege einzustellen. Der Service stellt die Kommunalverwaltung seit Langem vor administrative und finanzielle Herausforderungen. Eine endgültige Entscheidung wird in Kürze erwartet.
Bisher übernimmt die Stadt die Pflege privater Gräber, doch handelt es sich dabei um keine gesetzliche Verpflichtung. Trotz Gebührenerhöhungen bleibt eine Finanzierungslücke bestehen, die die kommunalen Ressourcen belastet. Die Verwaltung argumentiert, dass eine öffentliche Beteiligung für einen funktionierenden Markt im Bereich der Grabpflege nicht erforderlich sei.
Laut dem Entwurf soll Wolfenbüttel die kommunale Grabpflege ab dem 1. Juli 2023 einstellen. Für die Pflege privater Gräber auf städtischen Friedhöfen werden keine neuen Verträge mehr vergeben. Bestehende Einzel- und Jahrespflegeverträge laufen bis Ende 2026 aus.
Um Kosten zu sparen, plant die Stadt, den Personalbestand schrittweise zu reduzieren. Saisonale Pflegekräfte werden nicht nachbesetzt, wenn Mitarbeiter die Stadt auf natürlichem Wege verlassen. Ziel ist es, den Personalabbau so sozialverträglich wie möglich zu gestalten.
Die vorgeschlagenen Änderungen würden die Verantwortung für die Grabpflege auf private Anbieter verlagern. Die Stadt erhofft sich dadurch sinkende Ausgaben bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung des Friedhofsbetriebs. Die anstehende Abstimmung im Rat wird zeigen, ob der Plan umgesetzt wird.






