Wolfenbüttel diskutiert Rückkehr zum Einjahreshaushalt für mehr Flexibilität
Leni SchulzWolfenbüttel diskutiert Rückkehr zum Einjahreshaushalt für mehr Flexibilität
Im nächsten Monat wird dem Wirtschafts- und Finanzausschuss ein Antrag vorgelegt, der die Rückkehr Wolfenbüttels zu einem einjährigen Haushaltsplan vorsieht. Die Fraktionen von SPD und CDU treiben die Änderung voran und argumentieren, dass sie dem neu gewählten Stadtrat mehr Gestaltungsmöglichkeiten einräumen würde. Falls der Vorschlag angenommen wird, würde der Haushalt 2027 nur ein Kalenderjahr statt wie bisher zwei Jahre umfassen.
Die Stadt hatte 2018 erstmals einen Zweijahreshaushalt eingeführt. Dieses Modell reduzierte den Verwaltungsaufwand und ermöglichte den Verantwortlichen eine klarere Finanzplanung. Doch der neue Antrag besagt, dass ein längerfristiger Haushalt die Handlungsfähigkeit des künftigen Rates einschränken würde, eigene Schwerpunkte zu setzen.
In dem Antrag wird die Notwendigkeit von Flexibilität betont, um auf aktuelle Herausforderungen reagieren zu können. Befürworter argumentieren, dass ein Einjahreshaushalt es dem Rat ermöglicht, Ausgaben und politische Maßnahmen schneller anzupassen. Der Ausschuss wird den Antrag am 6. Mai beraten.
Die endgültige Abstimmung findet auf der Ratssitzung am 17. Juni statt. Das Ergebnis wird entscheiden, ob Wolfenbüttel zur jährlichen Haushaltsplanung zurückkehrt oder das bestehende Zweijahresmodell beibehält.
Sollte der Antrag durchkommen, wäre der Haushalt 2027 der erste seit Jahren, der nur ein Jahr abdeckt. Die Entscheidung wird prägen, wie der neue Stadtrat die Finanzen verwaltet und auf lokale Bedürfnisse reagiert. Die Abstimmung am 17. Juni wird den künftigen Kurs der Haushaltsplanung der Stadt bestimmen.






