Xanax als Kreativ-Booster? Warum Jugendliche die gefährliche Droge verherrlichen

Admin User
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Eine Vielzahl von Drogen, die auf einem Boden verstreut sind.

Xanax als Kreativ-Booster? Warum Jugendliche die gefährliche Droge verherrlichen

Die Vorstellung, dass droge die Kreativität beflügeln, ist tief in der modernen Kultur verwurzelt. Immer mehr junge Menschen glauben heute, dass Substanzen wie Xanax künstlerisches Potenzial freisetzen oder den Druck hoher Ansprüche lindern können. Dieser Glaube verbreitet sich rasant – angetrieben durch Musik, gesellschaftliche Trends und den Wunsch nach Flucht aus der Realität.

Xanax, in der Jugendsprache oft als "Xanny" bezeichnet, ist für viele Teenager und junge Erwachsene zur bevorzugten droge geworden. In Städten wie München ist es leichter erhältlich als Opiate oder Valium und damit eine gängige Wahl zur Stressbewältigung. Sein Aufstieg hängt eng mit Hip-Hop und Rap zusammen, wo Künstler den Wirkstoff häufig in ihren Texten erwähnen.

Rapper wie Lil Peep, der 2017 an einer Xanax-Überdosis starb, oder Juice WRLD, der 2019 verstarb, verherrlichten die droge in Songs wie Awful Things und Lucid Dreams. Ihre Musik, millionenfach gestreamt, stilisierte "Xanny" als Mittel zur Entspannung und Betäubung von Ängsten. Auch andere Künstler wie Billie Eilish thematisierten in ihrem 2019er Album When We All Fall Asleep, Where Do We Go? den Konsum und verankerten die Substanz damit noch tiefer in der Jugendkultur. Doch die Faszination für die droge beschränkt sich nicht auf die Musik: Künstler wie Bryan Lewis Saunders trugen durch Selbstporträts und öffentliche Diskussionen dazu bei, Drogenkonsum als Teil des kreativen Prozesses darzustellen. Trotz wachsender Belege für die Gefahren hält sich dieses verklärte Bild hartnäckig.

Häufig geht der Xanny-Konsum mit starkem Cannabis-Gebrauch einher, was die Risiken für die psychische Gesundheit erhöht und Abhängigkeiten begünstigt. Besonders gefährdet sind Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren, die langfristig mit schweren Folgen für ihr soziales und emotionales Wohlbefinden rechnen müssen.

Die zunehmende Präsenz von "Xanny" in der Jugendkultur spiegelt einen größeren Trend wider: den schleichenden Prozess der Normalisierung von drogen. Beeinflusst von Musik, Kunst und dem Verhalten Gleichaltriger sehen viele junge Menschen die Substanz als Lösung für Stress oder als kreativen Booster. Doch die Risiken bleiben gravierend – Abhängigkeit, psychischer Verfall und eingeschränkte Alltagstauglichkeit sind reale Folgen für diejenigen, die regelmäßig zu Xanax greifen.

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