ZDK fordert digitale Klimadatenbank für transparente Autokauf-Informationen
Leni SchulzZDK fordert digitale Klimadatenbank für transparente Autokauf-Informationen
Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) setzt sich für eine grundlegende Reform des Zugangs zu Kraftstoff- und Emissionsdaten für Autokäufer ein. Der Verband fordert eine digitale "Klimadatenbank", die das aktuelle papierbasierte Kennzeichnungssystem ersetzen soll – das bestehende Vorgehen sei veraltet und unwirksam. Der Vorstoß erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Europäische Kommission bis Mitte Dezember 2025 eine Aktualisierung der Fahrzeugvorschriften plant.
Kern der ZDK-Initiative ist ein zentrales digitales System, das von den Herstellern gepflegt wird. Darin sollen detaillierte Fahrzeuginformationen gespeichert werden, darunter Verbrauchswerte, Emissionen und weitere technische Parameter. Händler könnten Kunden dann per QR-Code sofortigen Zugriff ermöglichen; für Nutzer ohne Smartphone wären Terminals vorgesehen.
Der Verband argumentiert, eine digitale Datenbank würde die Genauigkeit der Informationen verbessern und Verbraucherschutzprobleme vermeiden. ZDK-Präsident Burkhard Weller kritisierte das aktuelle System als gescheitert und forderte die Europäische Kommission auf, stattdessen auf eine vollständige Digitalisierung zu setzen.
Als Grundlage für das neue System könnte eine bestehende Datenstruktur des deutschen Autodatenanbieters DAT dienen. Die Datenbank wäre frei zugänglich, sodass Käufer Modelle vergleichen und die Angaben mit ihrem eigenen Fahrverhalten abgleichen könnten. Die Europäische Kommission könnte auf zentraler Ebene für Transparenz und Richtigkeit sorgen und so EU-weite einheitliche Standards gewährleisten.
Bei einer Umsetzung würde die digitale Datenbank die Pflicht zu Ausdrucken und Aushängen in Autohäusern entfallen lassen. Ziel des Wandels ist es, die Informationsbeschaffung für Käufer zu vereinfachen und gleichzeitig den bürokratischen Aufwand für Händler zu verringern. Ob der Vorschlag vorankommt, wird sich mit den anstehenden Regulierungsänderungen der Europäischen Kommission entscheiden.