22 December 2025, 14:20

Zukunftsschnitter "KUNO" zur Modernisierung der Küstenfischerei

Schiffe auf dem Wasser im unteren Bildbereich, mit Fahrzeugen, Bäumen, Masten, Flugzeugen und Gebäuden im Hintergrund.

Zukunftsschnitter "KUNO" zur Modernisierung der Küstenfischerei - Zukunftsschnitter "KUNO" zur Modernisierung der Küstenfischerei

Zukunftskutter „KUNO“ soll die Küstenschifffahrt modernisieren

Zukunftskutter „KUNO“ soll die Küstenschifffahrt modernisieren

Zukunftskutter „KUNO“ soll die Küstenschifffahrt modernisieren

  1. Dezember 2025, 13:08 Uhr

In Ostfriesland entsteht ein neuartiger Kutterentwurf mit dem Namen Zukunftskutter Nordsee (KUNO), der die Küstenschifffahrt in der Nordsee modernisieren soll. Die Bundesregierung stellt für das Vorhaben rund 10 Millionen Euro bereit – mit dem Ziel, die Fischerei nachhaltiger und anpassungsfähiger zu gestalten.

Silvia Breher, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, überreichte offiziell den Förderbescheid für die Initiative.

Das KUNO-Projekt konzentriert sich auf die Entwicklung eines vielseitig einsetzbaren Schiffes, das sowohl für die Garnelen- und Schollenfischerei als auch für Tourismusfahrten und die wissenschaftliche Datenerfassung genutzt werden kann. Im Gegensatz zu herkömmlichen Kuttern wird es nicht mit Marinediesel, sondern mit umweltfreundlichem Methanol betrieben.

Zudem umfasst das Vorhaben den Bau einer speziellen Betankungsstation für methanolbetriebene Kutter. Diese Infrastruktur soll den Umstieg der Fischereibranche von fossilen Brennstoffen unterstützen. Die Hochschule Emden/Leer leitet die Entwicklung; ihr Präsident Marco Rimkus betonte, dass die Millionenförderung den Bau eines Prototyps ermöglicht. Beteiligt sind außerdem das Thünen-Institut für Seefischerei und die Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer. KUNO ist Teil einer umfassenderen Strategie zur Modernisierung der Fischereiflotte. Das kürzlich angekündigte Flottenerneuerungsprogramm sieht vor, ältere Schiffe schrittweise auszumustern und durch effizientere, nachhaltigere Modelle zu ersetzen.

Breher bezeichnete KUNO als ein „wahres Leuchtturmprojekt“ für eine Branche, die unter schrumpfenden Fanggründen und strengeren Umwelauvorgaben leidet.

Die 10-Millionen-Investition soll helfen, KUNO von der Idee zur Realität werden zu lassen. Sobald der methanolbetriebene Kutter in Betrieb geht, wird er voraussichtlich die Emissionen reduzieren und gleichzeitig Fischerei sowie Forschungsaktivitäten unterstützen. Das Projekt markiert einen wichtigen Schritt in Richtung einer nachhaltigeren Zukunft für die Küstenschifffahrt in der Nordsee.