09 May 2026, 22:07

61. Biennale Venedig: Kunst, Kontroversen und ein neuer Publikumspreis

Plakat, das ein Festival in Wien, Österreich, ankündigt, mit einem Gemälde von einem Jungen und einem Mädchen, die nebeneinander stehen und sich gegenseitig umarmen, sowie Text, der Festivalinformationen enthält.

61. Biennale Venedig: Kunst, Kontroversen und ein neuer Publikumspreis

Die 61. Biennale Venedig hat mit einem mutigen neuen Thema und einer Welle der Kontroversen ihre Tore für das Publikum geöffnet. Bis zum 22. November 2025 präsentiert die Veranstaltung 100 nationale Pavillons, 111 Künstler:innen und 31 Begleitausstellungen unter dem Titel „In Moll“. Doch die diesjährige Ausgabe sorgt bereits aus Gründen jenseits der Kunst für Schlagzeilen.

Die internationale Jury hatte zunächst einen Boykott von Ländern angekündigt, denen vom Internationalen Strafgerichtshof Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen werden. Betroffen waren Israel und Russland – eine Entscheidung, die umgehend auf scharfe Kritik stieß. Alle fünf Jurymitglieder traten daraufhin zurück, woraufhin die Organisator:innen die Verleihung der Goldenen Löwen verschieben mussten. Als Ersatz führte die Biennale die „Besucher-Löwen“ ein, einen neu geschaffenen Publikumspreis.

Portugal ist in diesem Jahr mit Alexandre Estrela vertreten, dessen Projekt „RedSkyFalls“ im Palazzo Fondaco Marcello zu sehen ist. Estrela positionierte sich öffentlich gegen die Teilnahme Russlands und Israels und unterstützte damit die ursprüngliche Haltung der Jury. Israels Ausstellung „Rose des Nichts“ bleibt im Arsenale zu besichtigen, während Russland – nach Abwesenheit in den Jahren 2022 und 20242025 mit „Der Baum hat seine Wurzeln im Himmel“ zurückkehren wird.

Sowohl die Biennale-Stiftung als auch die italienische Regierung lehnten den Boykott der Jury ab und betonten, die Veranstaltung solle ein Ort des kulturellen Austauschs bleiben. Neben Portugal vertreten in diesem Jahr auch Brasilien und Osttimor die lusophone Welt auf dem Festival.

Trotz der Turbulenzen geht die 61. Biennale Venedig weiter und bietet den Besucher:innen eine Mischung aus künstlerischer Innovation und politischer Debatte. Mit der verschobenen Verleihung der Goldenen Löwen und den neuen Abstimmungssystemen bleibt die zukünftige Ausrichtung der Veranstaltung ungewiss. Das Festival endet am 22. November 2025.

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