80 Tonnen Forellen sterben in Mecklenburg – Ermittler suchen nach Ursache
Leni Schulz80 Tonnen Forellen sterben in Mecklenburg – Ermittler suchen nach Ursache
In einer der größten Fischzuchtanlagen Deutschlands ist es zu einem schweren Verlust gekommen: In der Anlage des Unternehmens Heidefisch im mecklenburgischen Meinholz starben 80 Tonnen Forellen. Der größte Fischproduzent des Landes schätzt den finanziellen Schaden auf bis zu 480.000 Euro. Nun ermitteln die Behörden, ob ein menschliches Versagen, Sabotage oder ein technischer Defekt für den Vorfall verantwortlich ist.
Ausgelöst wurde das Massesterben durch ein offengelassenes Ventil, wodurch mindestens 32.000 Forellen starben – etwa 13 Prozent der jährlichen Produktion von Heidefisch. Das Unternehmen züchtet jährlich rund 240.000 weibliche Forellen, die vor der Verarbeitung jeweils etwa 2,5 Kilogramm wiegen. Sollte sich der Sauerstoffmangel als Todesursache bestätigen, dürfen die Fische nicht mehr für den menschlichen Verzehr verkauft werden und müssen stattdessen zu tierischen Nebenprodukten verarbeitet werden.
Die Ermittlungen zu den Forellentoden laufen noch; die Polizei prüft mehrere mögliche Ursachen. Heidefisch steht nun vor erheblichen finanziellen Einbußen, während die Ergebnisse der Untersuchungen entscheiden werden, ob die Fische noch in die Nahrungsmittelkette gelangen können. Zu möglichen Maßnahmen, um künftige Vorfälle zu verhindern, hat sich das Unternehmen bisher nicht geäußert.