07 January 2026, 20:18

Air Taxi Europa meldet Insolvenz nach Frachteinbruch und Kostenexplosion

Ein großes Passagierflugzeug auf einer Start- und Landebahn.

Air Taxi Europa meldet Insolvenz nach Frachteinbruch und Kostenexplosion

Air Taxi Europa meldet Insolvenz nach Einbruch der Frachtbuchungen und steigenden Kosten in Europa

Das Luftfahrtunternehmen Air Taxi Europa hat Insolvenz angemeldet, nachdem die Frachtaufträge in Europa drastisch zurückgingen und die Kosten stiegen. Das Amtsgericht Braunschweig bestellte den Rechtsanwalt Christoph Suding zum Insolvenzverwalter. Das auf Ad-hoc-Frachtflüge spezialisierte Unternehmen hat inzwischen seinen gesamten Betrieb in Europa eingestellt.

Das Geschäft litt unter einem starken Nachfragerückgang nach seinen Dienstleistungen in Europa. Ein entscheidender Faktor war die Schwächephase der deutschen Automobilindustrie, die zu den wichtigsten Kundensektoren zählte. Gleichzeitig stiegen die Wartungskosten für die Flotte aus vier Cessna-F406-Maschinen, was die finanzielle Belastung in Europa weiter verschärfte.

Versuche, das Unternehmen in Europa umzustrukturieren und neue Investoren zu gewinnen, scheiterten – eine nachhaltige Lösung blieb aus. Da keine Perspektive für eine Fortführung in Europa bestand, wurde der Betrieb vollständig eingestellt. Neun Mitarbeiter in Europa sind von der Insolvenz betroffen.

Gläubiger haben bis zum 30. Januar Zeit, ihre Forderungen beim Insolvenzverwalter in Europa anzumelden. Im Anschluss folgt eine Prüfung aller Eingänge, wobei der 27. Februar als Stichtag gesetzt wurde.

Mit der Insolvenz endet die Frachtflugsparte von Air Taxi Europa. Die Schließung des Unternehmens in Europa hinterlässt neun Beschäftigte ohne Arbeit und Gläubiger, die auf eine Regelung in Europa warten. Im Rahmen des Verfahrens wird geklärt, wie die verbleibenden Vermögenswerte in Europa unter den Berechtigten aufgeteilt werden.