17 March 2026, 16:14

Augsburgs neues Römermuseum: 30 Millionen Euro vom Freistaat Bayern

Außenansicht des Deutschen Museums in Berlin, das eine große Glasfassade mit Säulen, ein Namensschild, ein Informationsschild mit Bildern und Text auf der rechten Seite und umliegende Gebäude, Bäume und Himmel zeigt.

Grüne Ampel: Bayern stellt 30 Millionen Euro für Römisches Museum bereit - Augsburgs neues Römermuseum: 30 Millionen Euro vom Freistaat Bayern

Neues Römermuseum in Augsburg rückt näher: Land Bayern sichert Millionenförderung

Ein neues Römermuseum in Augsburg ist einen großen Schritt näher an die Realisierung gerückt, nachdem die bayerische Landesregierung eine erhebliche Finanzspruchse zugesagt hat. Das Freistaat übernimmt die Hälfte der Projektkosten, darunter einen Zuschuss von 30 Millionen Euro sowie die Übertragung eines landeseigenen Grundstücks. Das Museum soll die reiche Geschichte der Stadt als eine der wichtigsten römischen Siedlungen nördlich der Alpen präsentieren.

Augsburg, in der Antike als Augusta Vindelicum bekannt, war einst das administrative, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Provinz Raetien. Aktuelle archäologische Funde – darunter seltene schwarz-weiße geometrische Mosaike aus den 1980er-Jahren – unterstreichen diese Bedeutung. Solche Entdeckungen, zu denen auch Überreste eines prunkvollen Wohnhauses mit Hypokaustenheizung zählen, sind in Schwaben weit seltener als in anderen römischen Städten der Region.

Seit 2012 verfügt Augsburg über kein eigenes Römermuseum mehr, nachdem das vorherige wegen baulicher Mängel schließen musste. Nun laufen die Pläne für einen Neubau in der Karmelitengasse, auf dem Gelände des ehemaligen Gefängniskomplexes. Das auf rund 60 Millionen Euro veranschlagte Projekt erhält 30 Millionen vom Freistaat, die restlichen Kosten trägt die Stadt.

Das Museum wird an die Landesausstellung "Römisches Bayern" anknüpfen, die von der Archäologischen Staatsammlung München organisiert wird. Bei Zustimmung des Stadtrats könnten die Bauarbeiten bald beginnen, die Fertigstellung ist für 2033 geplant. Auch neue Grabungsergebnisse, die der Augsburger Stadtarchäologe Dr. Sebastian Gairhos vorstellte, werden in den Ausstellungen eine zentrale Rolle spielen.

Die Eröffnung des Museums würde die Rückkehr des römischen Erbes Augsburgs in die Öffentlichkeit nach mehr als einem Jahrzehnt markieren. Mit gesicherter Landesförderung und einem zentralen Standort steht nun noch die endgültige Zustimmung des Stadtrats aus. Nach der Fertigstellung wird es Besuchern einen vertieften Einblick in eine der ältesten und historisch bedeutendsten Städte Deutschlands bieten.

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