Brantner attackiert Merz: "Zögerlichkeit in der Krise ist gefährlich"
Grünen-Chefin Franziska Brantner hat Bundeskanzler Friedrich Merz für dessen Umgang mit der aktuellen Krise scharf kritisiert. Sie warf ihm vor, in einer Phase, in der klare Führung gefragt sei, Zögerlichkeit und Unentschlossenheit zu zeigen.
Brantner warnte davor, sich in Fragen der Außen- und Sicherheitspolitik auf den US-Präsidenten Donald Trump zu verlassen. Eine solche Abhängigkeit bezeichnete sie als riskantes Unterfangen für die deutschen Sicherheitsinteressen.
Ihre Äußerungen erfolgten nach der Ankündigung der USA, Teile ihrer Truppen aus Deutschland abzuziehen. Brantner betonte, diese Entscheidung unterstreiche die Notwendigkeit, dass Europa mehr Verantwortung für die eigene Verteidigung übernehme.
Statt auf Washington zu schauen, forderte sie einen „entschlossenen Vorstoß für eine gemeinsame europäische Verteidigung“. Brantner machte deutlich, dass Deutschland mit gutem Beispiel vorangehen solle – durch stärkere Zusammenarbeit innerhalb der EU statt durch das Warten auf externe Unterstützung.
Die Kritik der Grünen-Vorsitzenden setzt Kanzler Merz unter Druck, eine klarere Haltung einzunehmen. Sie drängte darauf, dass Deutschland eine „deutliche Richtung“ einschlage – eine, die auf tiefere europäische Einheit statt auf unsichere Bündnisse setzt. Die Debatte über die Sicherheitspolitik dürfte in den kommenden Wochen weiter an Fahrt aufnehmen.






