Braunschweig plant Millioneninvestition zur Rettung des Emsviertels in der Weststadt
Leni SchulzBraunschweig plant Millioneninvestition zur Rettung des Emsviertels in der Weststadt
Braunschweig will das Emsviertel im Stadtteil Weststadt wiederbeleben. Die Stadt beabsichtigt, sich um Bundesfördermittel aus dem Städtebauförderprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ zu bewerben. Nach Angaben der Verantwortlichen sind dringende Maßnahmen erforderlich, um langjährige Planungsdefizite und soziale Herausforderungen in dem Gebiet zu bewältigen.
Ein detaillierter, 200 Seiten umfassender Bericht benennt die Probleme im Emsviertel – darunter ein Zuviel an Parkplätzen an einigen Stellen und ein Mangel an anderen. So bleibt die Straßenrandparkfläche entlang der Emsstraße seit 2007 weitgehend ungenutzt. Gleichzeitig befindet sich die „Parkpalette“, ein mehrstöckiges Parkhaus, in desolatem Zustand: Nur die untere Ebene wird noch genutzt. Eine weitere Tiefgarage in der Eiderstraße steht seit Jahren leer.
Die Stadtverwaltung schlägt vor, die „Parkpalette“ zu sanieren, umzufunktionieren oder sogar abzureißen. Bei einer Genehmigung würde Braunschweig rund 7,94 Millionen Euro aus eigenen Mitteln in die städtebauliche Aufwertung investieren. Der Stadtrat muss den Förderantrag bis zum 1. Juni freigeben, um die Frist des Bundesprogramms einzuhalten.
Ziel des Vorhabens ist es, die ungleiche Verteilung der Parkflächen und die vernachlässigte Infrastruktur im Emsviertel zu verbessern. Bei Erfolg würde der Bundeszuschuss die umfassenderen Sanierungsbemühungen unterstützen. Die Entscheidung des Rates wird darüber entscheiden, ob das Projekt noch vor Ablauf der Förderfrist vorankommt.






