Bundespolizei entdeckt Waffenarsenal bei Grenzkontrolle auf der A12
Philipp HartmannBundespolizei entdeckt Waffenarsenal bei Grenzkontrolle auf der A12
Bei einer routinemäßigen Grenzkontrolle auf der Autobahn A12 hat die Bundespolizei einen Waffen- und Gefahrgutfund gemacht. Die Beamten hielten ein in Berlin zugelassenes Fahrzeug mit drei Insassen an. Nun ermitteln die Behörden wegen möglicher Verstöße gegen das Waffengesetz.
Das Auto, gesteuert von einem 35-jährigen Mann mit zwei Mitfahrern im Alter von 20 und 21 Jahren, wurde im Rahmen der laufenden Grenzkontrollen nahe der polnisch-deutschen Grenze angehalten. Im Inneren entdeckten die Beamten ein Schwert, eine Machete, drei Messer, einen Schlagstock, eine Signalpistole, zwei Tierabwehrsprays sowie einen Schlagring. Zudem führten die Männer 12.000 Euro in bar mit sich.
Die Waffen und Gegenstände wurden umgehend als Beweismittel sichergestellt. Gegen alle drei Personen wurden Ermittlungen wegen des Verdachts auf Verstöße gegen waffenrechtliche Bestimmungen eingeleitet.
Die vorübergehenden Grenzkontrollen an der A12 wurden im Oktober 2023 wieder eingeführt und seitdem mehrfach verlängert, zuletzt bis Herbst 2026. Hintergrund sind Befürchtungen wegen irregulärer Migration, Schmuggel sowie der Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten. Betroffen sind täglich rund 13.800 polnische Pendler, die nach Brandenburg reisen, sowie über 3,5 Millionen Lkw pro Jahr.
Die Ermittlungen im Fall dauern an; die Behörden prüfen den Verwendungszweck der Waffen und die Herkunft des Bargelds. Die Kontrollen an der A12 werden fortgesetzt, wobei die Polizei bis zu 30 Kilometer landeinwärts überprüft. Auch Polen hat Gegenmaßnahmen ergriffen, die voraussichtlich über April 2026 hinaus gelten werden.






