Deutsche Bahn friert Fernverkehrspreise ein – doch Kritiker fordern mehr als nur Stabilität
Philipp HartmannDeutsche Bahn friert Fernverkehrspreise ein – doch Kritiker fordern mehr als nur Stabilität
Deutsche Bahn verspricht Stabilität der Fernverkehrspreise – doch Kritiker halten das für unzureichend
Die Deutsche Bahn hat zugesagt, die Preise im Fernverkehr ab dem 1. Mai ein Jahr lang nicht zu erhöhen. Die Ankündigung erfolgt vor dem Hintergrund der Energiekrise, die die Kosten im gesamten Verkehrssektor in die Höhe treibt. Doch Fahrgastverbände halten den Schritt für zu wenig und zu spät.
Die Fahrgastinitiative Pro Bahn argumentiert, dass die Preisbremse die grundlegenden Probleme des Service nicht löst. Die Geschäftsführerin Evelyn Palla stellte den Plan zur Preisstabilität als Reaktion auf die steigenden Energiepreise vor. Ziel sei es, die Belastung für Reisende in Zeiten der anhaltenden Teuerungswelle zu verringern.
Doch Detlef Neuß, Ehrenvorsitzender von Pro Bahn, forderte stattdessen echte Preissenkungen. Er wies darauf hin, dass die Ticketkosten je nach Strecke und Nachfrage bereits stark variieren – wodurch die tatsächliche Wirkung der Preisbremse für viele Fahrgäste unklar bleibe.
Neuß kritisierte zudem die mangelnde Zuverlässigkeit der Bahn. Angesichts häufiger Verspätungen und Zugausfälle stellte er infrage, ob die Beibehaltung der Preise ausreiche. Die Initiative besteht darauf, dass sich die Servicequalität parallel zu jeder Preispolitik spürbar verbessern müsse.
Die Preisgarantie gilt bis Mai 2025. Die Deutsche Bahn betont, dass die Maßnahme den Kunden in wirtschaftlich schwierigen Zeiten helfen solle. Fahrgastvertreter jedoch fordern weiterhin niedrigere Preise und höhere Qualitätsstandards.






