27 June 2026, 10:05

Deutschland und EU-Partner bremsen geplante Methanregeln für Öl- und Gasimporte

Deutschland warnt: EU-Methan-Regeln könnten Jet-Treibstoff- und LNG-Importe stören

Deutschland und EU-Partner bremsen geplante Methanregeln für Öl- und Gasimporte

Deutschland hat sich mit anderen EU-Regierungen zusammengeschlossen, um sich gegen die geplanten Vorschriften der Union zur Begrenzung von Methanemissionen bei importiertem Öl und Gas auszusprechen. Der Schritt spiegelt wachsende Bedenken hinsichtlich der Energiesicherheit und der praktischen Herausforderungen bei der Umsetzung der Regelungen wider. Nun sollen die europäischen Minister über eine Verschiebung der geplanten Maßnahmen debattieren.

Die EU-Verordnung zielt darauf ab, Methanlecks in den globalen Lieferketten von Öl und Gas ab dem nächsten Jahr zu reduzieren. Sie stößt jedoch auf Widerstand bei Brennstofflieferanten außerhalb Europas, darunter auch den USA, die sich gegen den Vorschlag stellen. Die Europäische Kommission versucht, Klimaziele mit den Bedenken in Einklang zu bringen, wie die Regelungen in der Praxis funktionieren werden.

Zwölf EU-Mitgliedstaaten, darunter Deutschland, fordern eine dreijährige Verzögerung. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche warnte, die Verordnung könnte ab 2027 die Einfuhren von Gas und Erdölprodukten blockieren. Das Land argumentiert, es benötige mehr Zeit, um stabile Lieferungen zu sichern – insbesondere für Kerosin, das von Airlines genutzt wird.

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Branchenverbände und einige Regierungen behaupten, die Systeme zur Einhaltung der Vorschriften seien noch nicht bereit. Der Vorstoß erfolgt zu einer Zeit, in der das europäische Energiesystem durch Störungen in den globalen Ölströmen unter Druck gerät. Die Haltung Deutschlands unterstreicht die Spannung zwischen Klimaschutz und Energiesicherheit.

Eine Verschiebung der Methanregeln würde Ländern und Industrien mehr Zeit geben, sich anzupassen. Ohne Anpassungen bestehe die Gefahr, dass die Verordnung kritische Importe einschränkt, so deutsche Beamte. Das Ergebnis der Diskussion der EU-Minister wird den Kurs der Union prägen, wie sie Umwelt- und Energieziele in Einklang bringt.

Quelle