09 May 2026, 20:07

Energiekrise trifft Zoos: Zwischen Solaranlagen und Tierabgaben

Ein Miniaturzoomodell mit Besuchern, umgeben von Bäumen, Häusern, Pflanzen, Gras, einem Zaun und einer Hintergrundwand, mit Text unten.

Energiekrise trifft Zoos: Zwischen Solaranlagen und Tierabgaben

Deutsche Zoos und Wildparks kämpfen mit steigenden Energiekosten

Zoos und Wildparks in ganz Deutschland geraten durch die explodierenden Energiepreise zunehmend unter finanziellen Druck. Einige Einrichtungen haben bereits Tiere abgegeben, um Kosten zu sparen. Andere setzen auf erneuerbare Energien und Effizienzmaßnahmen, um über die Runden zu kommen.

Die Auswirkungen der höheren Energiekosten fallen je nach Standort unterschiedlich aus. Im Wildpark Stöckheim machen Strom und Heizung nur 2,5 Prozent der Gesamtausgaben aus. Der Wildpark Essehof gibt mit 6 bis 8 Prozent deutlich mehr aus – doch dank einer Biomasse-Heizanlage kann er seine Abhängigkeit von externen Lieferanten verringern.

Der Zoo Braunschweig geht einen anderen Weg: Er betreibt bereits eine 80-kW-Solaranlage und setzt auf ein Mix aus Heizmethoden, um die Effizienz zu steigern. Geplant sind nun weitere 12 kW Photovoltaik-Leistung sowie ein 10-kW-Batteriespeicher. Das Artenschutzzentrum Grasleben hat ebenfalls eigene Solarmodule installiert, um die Gehege wärmeliebender Arten zu versorgen.

Trotz der finanziellen Belastung schränken nicht alle Parks ihren Tierbestand ein. Der Zoo Braunschweig betont, keine Pläne zu haben, seine Tierpopulation zu verringern. Auch der Wildpark Essehof lehnt den Verkauf von Tieren als Sparmaßnahme ab.

Investitionen in erneuerbare Energien und alternative Heizsysteme helfen einigen Parks, die höheren Kosten zu bewältigen. Einrichtungen ohne solche Lösungen könnten jedoch vor schwierige Entscheidungen gestellt werden. Die langfristigen Folgen für die Tierhaltung und den Artenschutz bleiben abzuwarten.

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