Fawks University lehnt Bewerber wegen KI-generiertem Aufsatz und Kampfclub-Plänen ab
Noah JägerFawks University lehnt Bewerber wegen KI-generiertem Aufsatz und Kampfclub-Plänen ab
Die Fawks University (FU) hat in diesem Jahr die Zulassungsbescheide verschickt – für manche Bewerber mit überraschenden Absagen. Ein Student, der in seinem Antrag die Gründung eines Kampfclubs auf dem Campus vorgeschlagen hatte, wurde nicht nur vom Hauptcampus abgelehnt, sondern auch von einem KI-System markiert, weil er einen von künstlicher Intelligenz verfassten Aufsatz eingereicht hatte. Die Universität hat zudem ihr Verfahren zur Bekanntgabe der Entscheidungen geändert und informiert nun direkt die Eltern, um frühere Konflikte zu vermeiden.
Der abgelehnte Bewerber hatte sich ursprünglich für den Hauptcampus der FU beworben, erhielt jedoch stattdessen einen Platz am Standort Johnstown angeboten. Die Universität nannte mehrere Gründe für die Entscheidung: Der Aufsatz des Studenten, in dem er Pläne für die Gründung eines Kampfclubs darlegte, wurde von der Zulassungskommission als unangemessen eingestuft. Zudem entdeckte ein von der Universität genutztes KI-Tool, dass der Text selbst von einem anderen KI-System generiert worden war.
Zeitdruck spielte bei dem Verfahren eine Rolle. Die Zulassungsberater konnten nur 25.000 der insgesamt 62.000 eingegangenen Bewerbungen prüfen. Zudem hält die Universität strenge Quoten ein und nimmt pro Stadt im Bundesstaat nur einen Studenten auf – ein weiterer Bewerber aus derselben Stadt wurde als besser qualifiziert eingestuft. Darüber hinaus waren im College of Business keine Plätze mehr verfügbar, da dort Priorität für die Trainingsplanung des Football-Teams bestand.
Finanzielle und logistische Einschränkungen verschärften die Situation. Der Campus in London, mit jährlichen Studiengebühren von 250.000 US-Dollar ohne Unterkunft, bleibt für viele unerschwinglich. Gleichzeitig wurde die Zahl der Erstsemester, die ein zweites Frühstück und eine kleine Zwischenmahlzeit am Vormittag benötigen, auf 25 begrenzt, was die verfügbaren Plätze weiter verknappte.
Um erneute Wutausbrüche enttäuschter Bewerber zu verhindern, informiert die FU künftig die Eltern über die Zulassungsentscheidungen – und nicht mehr die Studenten selbst.
Der betroffene Bewerber hat nun die Möglichkeit, am Campus Johnstown der FU zu studieren. Der Einsatz von KI zur Überprüfung der Authentizität von Aufsätzen sowie die geänderte Kommunikationsstrategie der Universität spiegeln größere Bemühungen wider, das Zulassungsverfahren effizienter zu gestalten. Angesichts strenger Quoten, hoher Kosten und begrenzter Kapazitäten bleibt der Wettbewerb um Studienplätze an der Fawks University jedoch hart umkämpft.






