25 June 2026, 14:06

Forderung nach nationalem Gedenktag gegen wachsenden antimuslimischen Rassismus

Angriffe auf Muslime nehmen zu

Forderung nach nationalem Gedenktag gegen wachsenden antimuslimischen Rassismus

Eine neue Kampagne fordert einen nationalen Gedenktag gegen antimuslimischen Rassismus. Der Vorstoß kommt zu einer Zeit, in der hassmotivierte Straftaten und Diskriminierungsfälle in ganz Deutschland weiter zunehmen. Die Initiative Claim verweist auf einen deutlichen Anstieg von Angriffen und Vorurteilen in den letzten Monaten.

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2025 verzeichnete Claim 4.096 antimuslimische Vorfälle – ein Anstieg von fast 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Darunter waren zwei Morde, 214 körperliche Angriffe, 320 Fälle von Sachbeschädigung und fünf Brandstiftungen. Mit 61,1 Prozent bildeten verbale Beleidigungen den Großteil der gemeldeten Fälle.

Besonders betroffen waren Frauen: Sie waren in 64,5 Prozent der Vorfälle Ziel von Angriffen, während es bei Männern 34,5 Prozent waren. Ein besonders bekannter Fall ereignete sich im Februar 2025, als zwei Mädchen im Alter von 14 und 16 Jahren in Berlin angegriffen wurden. Unbekannte Täter packten sie und rissen an ihren Kopftüchern.

Doch die Diskriminierung beschränkt sich nicht auf körperliche Gewalt. Eine Umfrage zeigte, dass 44 Prozent der Muslime in Jobcentern mit Vorurteilen konfrontiert waren, während 55 Prozent von ungerechter Behandlung in Ausländerbehörden berichteten. Trotz dieser Erfahrungen erstatteten nur 4 Prozent der Betroffenen offiziell Anzeige.

Die Kampagne fordert besseren Schutz und Unterstützung für Opfer antimuslimischer Straftaten. Zudem schlägt sie vor, den 1. Juli als nationalen Gedenktag einzuführen. Die Daten belegen ein anhaltendes und wachsendes Problem: Jeder zweite Deutsche stimmt antimuslimischen Aussagen zu.

Quelle