Grüne fordern verbindliche Preisvergleichs-App für Supermärkte – mehr Transparenz beim Einkauf
Noah JägerGrüne fordern verbindliche Preisvergleichs-App für Supermärkte – mehr Transparenz beim Einkauf
Die Grünen haben einen Plan für eine rechtlich verbindliche Preisvergleichs-App vorgelegt. Der Vorschlag sieht vor, dass große Supermarktketten verpflichtet werden, Echtzeit-Preisdaten mit Kundinnen und Kunden zu teilen. Befürworter argumentieren, dass dies Verbrauchern mehr Kontrolle über ihre Ausgaben geben und die Transparenz beim Lebensmitteleinkauf erhöhen würde.
Laut dem Konzept der Grünen müssten große Einzelhändler aktuelle Lebensmittelpreise über die App bereitstellen. Jede Preisänderung wäre unverzüglich zu aktualisieren. So könnten Kundinnen und Kunden vor dem Einkauf Angebote verschiedener Geschäfte vergleichen.
Kleinere Läden könnten sich dem System anschließen, die Teilnahme bliebe für sie jedoch freiwillig. Die Partei betont, dass der Schritt das Machtgefälle zwischen großen Ketten und Verbrauchern ausgleichen würde. Bisherige Preisvergleichs-Apps decken oft nicht alle Anbieter ab und erfassen mitunter das Einkaufsverhalten der Nutzer. Noch ist nicht klar, welche Supermarktriesen – etwa REWE, Edeka oder Aldi – in die Pflicht genommen würden. Im Mittelpunkt steht jedoch die Gewährleistung, dass Verbraucher Zugang zu präzisen, live aktualisierten Preisinformationen erhalten.
Würde der Plan umgesetzt, müssten große Händler Daten offenlegen, über die sie derzeit allein verfügen. Kundinnen und Kunden könnten dann Preise einfacher vergleichen und fundiertere Kaufentscheidungen treffen. Noch fehlen jedoch Details dazu, welche Ketten betroffen wären und wie die Umsetzung kontrolliert werden soll.