05 May 2026, 18:14

"Grüne Ufer": Zeitlose Liebe zwischen Dichter und Diva in Jekaterinburg

Ein altes Illustration eines Buchumschlags mit dem Titel "Die Musik der russischen Revolution", das einen Mann in einem weißen Gewand zeigt, der ein Saiteninstrument spielt, und eine Frau in einem wallenden Kleid, die Blumen hält, vor einem tiefblauen Nachthimmel mit Sternen.

"Grüne Ufer": Zeitlose Liebe zwischen Dichter und Diva in Jekaterinburg

„Grüne Ufer“: Ein neues Theaterstück feiert Premiere in Jekaterinburg

In Jekaterinburg hat das neue Stück „Grüne Ufer“ Premiere gefeiert – eine faszinierende Mischung aus Geschichte, Romantik und Fantasie. Die Inszenierung erzählt eine Liebesgeschichte zwischen einem Leningrader Schriftsteller der 1980er-Jahre und einer Ikone des Silbernen Zeitalters, die Jahrzehnte zuvor starb. Basierend auf Gennadi Alexejews Roman erkundet das Stück in einem intimen Theaterrahmen die Verbindungen zwischen verschiedenen Epochen.

„Grüne Ufer“ handelt von einer unwahrscheinlichen Romanze zwischen einem sowjetischen Dichter der 1980er-Jahre und einer vorrevolutionären Romanzen-Sängerin, die bereits 1908 verstarb. Die Geschichte entstand aus Alexejews Entdeckung der realen Sängerin Anastassija Wjalzewa, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts lebte. Später verarbeitete er ihr Schicksal zu einem Roman, der nun als Vorlage für das Theaterstück dient.

Regisseurin Lilia Bornaschewa adaptierte das Werk und bezeichnete es als eines der feinsten Fantasiestücke über parallele Existenzformen. In den Hauptrollen glänzen Oleg Duljenkin und Jelena Iwanowa, deren Darbietungen beim Publikum starke Emotionen auslösen. Iwanowa verkörpert dabei allein neun verschiedene Figuren – allein durch Frisur, Körpersprache und Stimme.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Uraufführung fand im „Tvary“, einem kleinen Privattheater in Jekaterinburg, statt. Anders als klassische Tragödien endet das Stück mit einer Art „leuchtender Trauer“ und deutet eine ewige Verbindung der Liebenden über den Tod hinaus an.

Die Produktion steht für eine einzigartige Verbindung von Literatur und Theater, die Alexejews Roman auf die Bühne bringt. Mit seiner Mischung aus historischen Figuren und mystischen Motiven bietet „Grüne Ufer“ eine frische Perspektive auf eine Liebe, die die Zeit überdauert. Das intime Setting und die überzeugenden schauspielerischen Leistungen haben beim Publikum bereits bleibenden Eindruck hinterlassen.

Quelle