Halle stoppt umstrittenen Deutschtest im Heidebad nach bundesweiter Kritik
Leni SchulzHalle stoppt umstrittenen Deutschtest im Heidebad nach bundesweiter Kritik
Mathias Nobel, der Betreiber des Heidebads in Halle, ist wegen eines Plans, den Zutritt nur deutschsprachigen Gästen zu gewähren, bundesweit in die Kritik geraten. Die Stadt Halle griff ein und forderte eine Rücknahme der Entscheidung. Zu einer Klärung des Streits kam es in einem Krisengespräch.
Ursprünglich hatte Nobel vorgeschlagen, nur noch Personen mit Deutschkenntnissen in das Freibad zu lassen. Dies löste landesweit Empörung aus. Daraufhin nahm Halle Oberbürgermeister Alexander Vogt (parteilos) an einem Gespräch mit Nobel und weiteren Vertretern der Stadtverwaltung teil.
Der Betreiber bezeichnete die Gespräche als „sehr harmonisch“. Er betonte, das Heidebad stehe weiterhin allen Besuchern offen – vorausgesetzt, sie hielten sich an die geltenden Regeln. Zudem kündigte Nobel an, die bestehenden Vorschriften künftig konsequenter durchzusetzen.
Um Missverständnisse zu vermeiden, werden mehrsprachige Hinweisschilder im Bad angebracht. Die Sprachkenntnisse der Gäste sollen dabei keine Rolle bei der Bewertung von Regelverstößen spielen.
Nobel zog seinen umstrittenen Sprachtest für den Einlass zurück. Stattdessen werden die Baderegeln nun in mehreren Sprachen ausgehängt. Durch das Eingreifen der Stadt ist der Zugang für alle gesichert – sofern sie sich an die festgelegten Verhaltensregeln halten.
