Halles neues theater feiert bunte Maifeier mit Musik und Zivilcourage
Philipp HartmannHalles neues theater feiert bunte Maifeier mit Musik und Zivilcourage
Halles neues theater (nt) feiert Maifeier auf dem Universitätsplatz
Am 1. Mai veranstaltete das neue theater (nt) in Halle (Saale) seine jährliche Maifeier auf dem Universitätsplatz. Hundertschaftlich strömten Anwohnerinnen und Anwohner zusammen, um Musik, Reden und kulturelle Aktivitäten zu erleben. Die Veranstaltung hat sich längst zu einem festen Bestandteil der städtischen Tradition entwickelt und bietet eine Alternative zur klassischen Gewerkschaftskundgebung auf dem Marktplatz.
Ursprünglich vom ehemaligen nt-Intendanten Peter Sodann ins Leben gerufen, ist die Feier heute ein fester Termin im Halleschen Kulturkalender.
Der Tag begann mit Auftritten lokaler Bands wie Preliminary Injunction und Trostland. Auch der Kinder- und Jugendchor der Oper Halle stand auf der Bühne und unterhielt ein bunt gemischtes Publikum aller Altersgruppen.
Besucherinnen und Besucher genossen hausgemachte Leckereien auf einem Kuchenbasar sowie ermäßigte Theaterkarten an einer mobilen Abendkasse. Die Veranstaltung stärkte das Gemeinschaftsgefühl und brachte Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammen.
Elke Prinz, Trägerin des Bundesverdienstkreuzes, hielt eine Rede, in der sie zu Zivilcourage aufrief. Sie betonte die Notwendigkeit, sich gegen rechtsextreme Tendenzen zu stellen und feministische sowie soziale Strukturen zu festigen. Ihre Worte fanden bei den Anwesenden begeisterten Applaus.
Auch Peter Jeschke, eine prägende Figur der Friedlichen Revolution von 1989, sprach zu den Gästen. Er analysierte die aktuelle gesellschaftliche Stimmung und forderte mehr bürgerliches Engagement für die Demokratie. Seine Ansprache traf bei vielen auf offene Ohren – insbesondere bei jenen, die selbst in vergangenen Bewegungen für Wandel aktiv waren.
Die Maifeier des neuen theaters unterstrich einmal mehr ihre Bedeutung für das kulturelle Leben in Halle. Mit Musik, Reden und gemeinsamen Aktivitäten festigte sie die Verbindungen zwischen den Stadtbewohnern. Veranstalter wie Teilnehmer gingen mit neuem Schwung für bürgerliches Engagement und Gemeinschaftssinn nach Hause.






