25 April 2026, 12:27

Hannovers Sparplan trifft Kultur, Jugend und Inklusion hart – Onay übt Kritik

Alte detaillierte Karte von Weimar, Deutschland, mit Straßen, Gebäuden und Sehenswürdigkeiten, begleitet von beschreibendem Text.

Hannovers Sparplan trifft Kultur, Jugend und Inklusion hart – Onay übt Kritik

Hannover hat Lower Saxony einen Haushaltskonsolidierungsplan vorgelegt, um die Schuldenlast von 2 Milliarden Euro in den Griff zu bekommen. Die Vorschläge sehen drastische Kürzungen bei freiwilligen Leistungen vor – was Kritik von Bürgermeister Belit Onay an der Art und Weise auslöste, wie die Einsparmöglichkeiten ermittelt wurden.

Obwohl die Gewerbesteuereinnahmen seit der Pandemie wieder angestiegen sind, leidet die Stadt weiterhin unter finanzieller Belastung: Ohne ausreichende Unterstützung von Land und Bund fällt es ihr schwer, die gesetzlich vorgeschriebenen Leistungen zu finanzieren. Ein 100-seitiges Dokument, das von Bundes-, Landes- und Kommunalbehörden erarbeitet wurde, listet mögliche Einsparungen in Milliardenhöhe auf. Betroffen sind ausschließlich "freiwillige" Angebote – darunter Kultur, Sport und Jugendförderung. Zu den Streichkandidaten zählen auch Hilfen für Menschen mit Behinderungen, Inklusionsprojekte und die Ganztagsbetreuung in Kitas, Bereiche, in die die Stadt bereits stark investiert hat.

Bürgermeister Belit Onay übt Kritik an der Zusammenstellung der Einsparliste und dem negativen Bild, das dadurch entsteht. Gleichzeitig versucht Hannover, die Auswirkungen abzumildern, indem etwa eine Bibliothek zu einem Bürgerzentrum umfunktioniert wird und neue Partnerschaften gesucht werden.

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Die Stadt argumentiert, dass die Finanzierung der gesetzlich verankerten Leistungen eigentlich Aufgabe der übergeordneten Ebenen sei. Da die Einnahmen jedoch noch immer unter den Pandemie-Folgen leiden, bleibt Hannover nichts anderes übrig, als durch Kürzungen bei Angeboten, auf die die Bürger angewiesen sind, den Haushalt auszugleichen. Der Plan liegt nun bei Lower Saxony zur Genehmigung vor. Falls er angenommen wird, treffen die Streichungen vor allem Kinder, Jugendliche und vulnerable Gruppen. Angesichts der Schuldenlast und der Finanzierungslücken stehen die lokalen Verantwortlichen vor schwierigen Entscheidungen.

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