21 April 2026, 06:06

Industrie fordert radikale Reformen auf der Hannover Messe 2025

Balkendiagramm, das die Anzahl der von COVID-19 betroffenen US-Geschäfte zeigt, aufgeteilt nach Branche und Erholungsstatus, mit Daten zur Gesamtzahl der betroffenen Unternehmen und zur wirtschaftlichen Erholung.

Industrie fordert radikale Reformen auf der Hannover Messe 2025

Führende Vertreter der deutschen Industrie haben die Bundesregierung aufgefordert, auf der diesjährigen Hannover Messe weitreichende Reformen voranzutreiben. Branchenvertreter aus Schlüsselbereichen warnten, dass weitere Verzögerungen langfristige Schäden verursachen könnten. Die Forderungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Wirtschaftsexperten für 2026 eine fragile Erholung prognostizieren.

Noch bis Ende 2025 hatte sich die Stimmung in der Wirtschaft langsam verbessert. Doch zu Beginn des neuen Jahres trübte sich die Lage aufgrund steigender Risiken ein. Bertram Kawlath, Hauptgeschäftsführer des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), betonte, dass halbherzige Maßnahmen nicht mehr ausreichten. Ohne entschlossenes Handeln drohten der Industrie dauerhafte Schäden, warnte er.

Gunther Kegel, Präsident des Zentralverbands Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI), schloss sich dieser Einschätzung an. Er bestand darauf, dass die längst überfälligen Reformen nicht länger aufgeschoben werden dürften. Die eigene Prognose des VDMA sagt für 2026 ein bescheidenes Wachstum von einem Prozent im Maschinen- und Anlagenbau voraus. Der ZVEI hingegen rechnet mit einem Produktionsanstieg von zwei Prozent – vorausgesetzt, die Lage im Iran stabilisiert sich bis Mitte des Jahres.

Kawlath nannte konkrete Forderungen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken: Dazu gehörten die Senkung der Unternehmenssteuern, eine Begrenzung der Sozialabgaben, Lockerungen bei den Regelungen zur Wochenarbeitszeit sowie eine Anhebung des Renteneintrittsalters. Die Industrievertreter wiesen zudem auf Wachstumschancen durch Rüstungsinvestitionen hin. Geplante Milliardenaufträge könnten die Umsätze der Branche mit Verteidigungsverträgen innerhalb von drei bis fünf Jahren verdoppeln.

Die Warnungen von der Hannover Messe unterstreichen den Handlungsdruck auf die Politik. Zwar wird für 2026 ein leichter Aufschwung erwartet, doch dieser hängt von einer Stabilisierung der globalen Rahmenbedingungen und inländischen Reformen ab. Ohne diese Veränderungen könnte die Erholung der Industrie schwach bleiben.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
Quelle