24 March 2026, 14:10

Klingbeil fordert EU-weite Übergewinnsteuer gegen explodierende Spritpreise

Eine Liniengrafik, die die Stromerzeugung aus Wind und Solar in Deutschland zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Klingbeil fordert EU-weite Übergewinnsteuer gegen explodierende Spritpreise

Bundesfinanzminister und Vizekanzler Lars Klingbeil hat zu dringendem Handeln gegen die explodierenden Spritpreise aufgerufen. Er wirft Ölkonzernen vor, den Iran-Konflikt auszunutzen, um ihre Gewinne in die Höhe zu treiben, und fordert die Europäische Kommission auf, eine Übergewinnsteuer auf die überhöhten Erträge der Unternehmen wieder einzuführen. Zu seinen Vorschlägen gehören strengere Preiskontrollen sowie finanzielle Entlastungen für Verbraucher in ganz Europa.

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Klingbeil übt scharfe Kritik an deutschen Tankstellen, die er der "skandalösen Preistreiberei" bezichtigt. Er verwies darauf, dass die Spritkosten in Deutschland trotz sinkender Großhandelspreise weiterhin deutlich über denen der Nachbarländer lägen. Als Lösung schlägt er vor, sich am luxemburgischen Modell zu orientieren, wo das Wirtschaftsministerium Höchstpreise für Benzin, Diesel und Heizöl festlegt – und diese regelmäßig an die Marksentwicklung anpasst.

Der SPD-Vorsitzende setzt sich zudem für die Wiedereinführung der Übergewinnsteuer ein und argumentiert, dass Mineralölkonzerne unrechtmäßig von den geopolitischen Spannungen profitierten. Die Steuereinnahmen sollten seiner Meinung nach genutzt werden, um die Bürger zu entlasten – etwa durch höhere Pendlerpauschalen oder Senkungen der Energiesteuern. Die Europäische Kommission hat auf die Forderung bisher jedoch noch nicht reagiert. Aus den Protokollen der Sitzung des Europäischen Parlaments vom 11. März 2026 geht zwar hervor, dass kurzfristige Besteuerungen von Übergewinnen notwendig seien, eine Rücknahme früherer Beschlüsse wird darin jedoch nicht erwähnt.

Klingbeil wird das Thema am kommenden Freitag auf einem Treffen mit den europäischen Finanzministern erneut zur Sprache bringen. Sein Ziel ist es, Unterstützung für schärfere Regulierungen und fairere Preise in ganz Europa zu gewinnen.

Die Vorschläge des Finanzministers zielen darauf ab, überhöhte Spritkosten einzudämmen und die Gewinne in öffentliche Vorteile umzulenken. Sollten die Maßnahmen umgesetzt werden, könnten sie zu niedrigeren Preisen an der Zapfsäule und finanzieller Entlastung für Pendler führen. Das Ergebnis der Freitagsberatungen wird zeigen, ob andere EU-Staaten den Plan unterstützen.

Quelle