Komponist Peter Ruzicka klagt gegen GEMA-Reform und warnt vor Existenzbedrohung
Finn WagnerKomponist Peter Ruzicka klagt gegen GEMA-Reform und warnt vor Existenzbedrohung
Der Komponist Peter Ruzicka geht rechtlich gegen die GEMA vor, um deren geplante Reform der Kulturförderung zu stoppen. Er hat beim Bundeskartellamt Beschwerde eingereicht und argumentiert, dass die Änderungen die Einnahmen von Komponisten drastisch mindern und die Zukunft der ernsten Musik gefährden würden.
Im Mittelpunkt des Streits steht der GEMA-Vorschlag "Die neue Kulturförderung", über den am 6. und 7. Mai 2026 abgestimmt werden soll. Ruzicka wirft der GEMA vor, mit der Reform das bestehende Bewertungssystem für Komponisten abschaffen zu wollen, wodurch deren Tantiemen um bis zu 70 Prozent gekürzt würden. Er bezeichnet den Schritt als einen "vernichtenden Schlag" für die ernste Musik und warnt, dass viele Komponisten finanziell nicht mehr überleben könnten.
Zudem kritisiert Ruzicka, die Reform verstoße gegen Antidiskriminierungsgesetze, da sie den Marktzugang für ernste Musik einschränke. Ohne faire Vergütung, so der Komponist, verlören jüngere Kollegen zudem ihr Stimmrecht in der GEMA-Mitgliederversammlung. Die Änderungen seien irreversibel und nicht ausreichend begründet, betont er.
Mit seiner Klage will Ruzicka die Reform vor der geplanten Abstimmung im nächsten Jahr stoppen. Das Ergebnis seines Antrags könnte entscheiden, ob die GEMA ihre Förderreform wie vorgesehen umsetzt. Sollte die rechtliche Initiative erfolgreich sein, müsste die Organisation die Auswirkungen des Vorhabens auf die Einkommen und die Vertretung der Komponisten neu prüfen.






