Kriminalitätsrückgang 2025: 2 % weniger Straftaten, doch Gewalt und Cyberkriminalität bleiben Herausforderungen
Finn WagnerKriminalitätsrückgang 2025: 2 % weniger Straftaten, doch Gewalt und Cyberkriminalität bleiben Herausforderungen
Die Kriminalität in der Region geht weiter zurück: Die Zahlen für 2025 zeigen einen Rückgang um 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Gesamtzahl der Straftaten liegt nun bei 81.539 – das sind 23.000 Fälle weniger als noch 2005. Trotz dieses positiven Trends bleiben die Behörden wachsam, insbesondere bei anhaltenden Problemen wie Gewaltkriminalität und Cyberbedrohungen.
Gewaltdelikte bleiben ein zentrales Anliegen: 2025 wurden 14.568 Straftaten registriert, davon fast 10.000 mit Körperverletzung. Messerbezogene Vorfälle stiegen auf 438 Fälle an, wobei es sich meist um Bedrohungen und nicht um tatsächliche Angriffe handelte.
Die Zahl der häuslichen Gewaltdelikte blieb mit 4.893 Fällen auf hohem Niveau und entspricht damit den Vorjahren. Polizei und Partnerorganisationen reagierten darauf mit dem Ausbau von Aufklärungskampagnen und Präventionsprojekten in der gesamten Region.
Bei der Jugendkriminalität zeigen sich gemischte Entwicklungen: Zwar sank die Gesamtzahl der Straftaten von Kindern und Jugendlichen leicht auf 5.868, doch die Zahl der Tatverdächtigen unter 14 Jahren stieg an. Gleichzeitig ging die Zahl der jugendlichen Tatverdächtigen zwischen 14 und 18 Jahren zurück.
Auch die digitale Kriminalität stellt weiterhin eine Herausforderung dar. Die Verbreitung pornografischer Inhalte über Messengerdienste und soziale Medien führte zu 867 Ermittlungsverfahren. Besonders in Osnabrück stieg die Cyberkriminalität in den letzten fünf Jahren um 45 Prozent – deutlich über dem Landesdurchschnitt von 32 Prozent. Phishing- und Ransomware-Angriffe trieben diesen Anstieg voran, wobei die gemeldeten Fälle von 320 auf 465 stiegen.
Trotz dieser Probleme bleibt die allgemeine Sicherheitslage stabil. Die Behörden bewerten das Kriminalitätsniveau im Vergleich zu früheren Jahrzehnten als nachhaltig niedrig.
Seit 2005 sinkt die Kriminalitätsrate in der Region kontinuierlich, und 2025 setzte sich dieser Rückgangstrend fort. Dennoch erfordern Gewaltverbrechen, Cyberbedrohungen und häusliche Gewalt weiterhin besondere Aufmerksamkeit. Die Polizei konzentriert sich weiterhin auf Prävention und Öffentlichkeitsarbeit, um die Stabilität zu wahren.






