Kyon Energy schaltet riesigen Stromspeicher in Alfeld ans Netz – ohne Subventionen rentabel
Noah JägerKyon Energy schaltet riesigen Stromspeicher in Alfeld ans Netz – ohne Subventionen rentabel
Kyon Energy verbindet Großspeicher in Alfeld ans Stromnetz
In Alfeld, Niedersachsen, hat Kyon Energy einen großflächigen Stromspeicher an das Stromnetz angeschlossen. Das 137,5-Megawatt-Projekt markiert einen bedeutenden Schritt für das wachsende Portfolio des Unternehmens in Deutschland. Mit der geplanten Aufnahme des kommerziellen Betriebs im August wird die Anlage dazu beitragen, das regionale Stromnetz zu stabilisieren.
Der neu angebundene Speicher in Alfeld verfügt über eine Kapazität von 282 Megawattstunden. Er ist über eine 110-Kilovolt-Leitung an das Umspannwerk von Avacon angeschlossen, was eine effiziente Stromverteilung ermöglicht. Die Netzanbindung stellt einen entscheidenden Meilenstein vor der vollständigen Inbetriebnahme dar – weitere Tests und die Markteinbindung stehen noch aus.
An dem Projekt arbeitet Kyon Energy gemeinsam mit der dänischen Investitionsgruppe Scale Fund, die sich auf Stromspeichersysteme spezialisiert hat. Die Zusammenarbeit unterstreicht das wachsende Interesse an großtechnischen Speicherlösungen in ganz Europa. Das Unternehmen betont, dass das Projekt beweist: Stromspeicher können auch ohne staatliche Subventionen wirtschaftlich tragfähig sein.
Über Alfeld hinaus umfasst Kyon Energys Projektpipeline mittlerweile mehr als sieben Gigawatt, was das Unternehmen zu einem der führenden Entwickler in Deutschland macht. Über 1,7 Gigawatt der Projekte sind bereits genehmigt oder baureif. Zudem entwickelt das Unternehmen derzeit 800 Megawatt an Stromspeichern und hat in jüngsten Transaktionen weitere 155 Megawatt an ähnlichen Projekten mitentwickelt und verkauft.
Die Alfelder Anlage wird im kommenden Monat den kommerziellen Betrieb aufnehmen. Ihre Fertigstellung festigt Kyon Energys Position auf dem deutschen Stromspeichermarkt. Das Projekt setzt zudem Maßstäbe für künftige Vorhaben, indem es zeigt, dass solche Anlagen auch ohne Subventionen finanziell nachhaltig sein können.