21 April 2026, 00:15

Marsch für das Leben in München zieht Tausende an – Proteste und Gegenproteste

Gruppe von Menschen marschiert auf einer Straße mit einem "March for Science Frankfurt am Main"-Schild mit Bäumen, Pfählen, Schildern, Gebäuden und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Marsch für das Leben in München zieht Tausende an – Proteste und Gegenproteste

Tausende Menschen versammelten sich am Samstag in München zum sechsten jährlichen Marsch für das Leben. Die Teilnehmer forderten strengere Schutzmaßnahmen für ungeborene Kinder und warben für das, was sie als eine "Kultur des Lebens" bezeichneten. Die Veranstaltung zog sowohl Befürworter als auch Gegner an, wobei Gegenprotestierende die Demonstration zeitweise unterbrachen.

Die Veranstalter sprachen von etwa 7.000 Teilnehmern, während die Polizei die Zahl der Demonstranten auf 4.500 schätzte. Ziel des Marsches war es, sich gegen Abtreibung auszusprechen und die Unterstützung für schwangere Frauen und Familien in schwierigen Situationen zu betonen. Silja Fichtner, Vorsitzende der Organisation Stimme der Ungeborenen, unterstrich die Bewegung sei dem Schutz des Lebens von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod verpflichtet.

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Für etwa 45 Minuten blockierten rund 1.500 Gegenprotestierende den Zug der Demonstranten. Trotz der Unterbrechung werteten die Veranstalter die hohe Teilnehmerzahl als direkte Reaktion auf aktuelle Kampagnen von Abtreibungsbefürwortern. Mehrere römisch-katholische Bischöfe übermittelten Solidaritätsbekundungen, während prominente Persönlichkeiten wie Heiner Wilmer und Kardinal Reinhard Marx nicht anwesend waren.

Der nächste Marsch für das Leben ist bereits für den 19. September geplant, mit Veranstaltungen in Berlin und Köln. Der Bundesverband Lebensrecht wird beide Demonstrationen koordinieren.

Der Münchner Marsch endete mit einer Bestätigung der ablehnenden Haltung der Veranstalter gegenüber Abtreibung und dem Versprechen, sich weiterhin für ihre Anliegen einzusetzen. Die Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Gegenprotestierenden zeigten derweil, wie kontrovers die Debatte um reproduktive Rechte nach wie vor geführt wird. In den kommenden Monaten werden weitere Veranstaltungen ähnlich große Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Quelle