Massiver Apotheken-Protest in MV: Hunderte schließen für bessere Finanzierung
Finn Wagner80 Prozent der MV Apotheken am Montag geschlossen - Massiver Apotheken-Protest in MV: Hunderte schließen für bessere Finanzierung
Hunderte Apotheken in Mecklenburg-Vorpommern werden am Montag ihre Türen schließen – als Teil eines bundesweiten Protests. Apotheker fordern von der Regierung dringend Lösungen für die seit Langem ungelösten Finanzierungsprobleme. Notdienste bleiben jedoch für Patienten in akuten Fällen verfügbar.
Die von der ABDA organisierte Aktion am 23. März 2026 richtet sich gegen die Verzögerungen der Bundesregierung bei der Umsetzung zugesagter finanzieller Hilfen. Apothekerverbände in der Region warnen, dass die Erstattungssätze für Leistungen seit 2013 eingefroren seien, obwohl die Betriebskosten stetig steigen. Viele lokale Apotheken, die zugleich als dezentrale Arzneimittelreserve Deutschlands fungieren, stehen mittlerweile unter massivem finanziellen Druck.
Über 80 Prozent der nicht-notdiensthabenden Apotheken im Land werden voraussichtlich für einen Tag schließen. Der Apothekerverband Mecklenburg-Vorpommern erwartet, dass sich mehrere hundert Teilnehmer aus der Region der Demonstration in Berlin anschließen. Patienten mit nicht dringenden Anliegen wurden aufgefordert, ihre Besuche auf Dienstag zu verlegen.
Kernforderung ist die sofortige Erhöhung des Packhonorars auf 9,50 Euro. Die Apotheker argumentieren, dass die stagnierende Finanzierung bereits zu zahlreichen Schließungen geführt habe. Ohne schnelle Kurskorrektur, so die Warnung, könnten weitere Apotheken verschwinden – mit gravierenden Folgen für die Versorgung mit lebenswichtigen Medikamenten.
Der Protest unterstreicht ein Jahrzehnt unangepasster Gebühren und wachsenden wirtschaftlichen Drucks auf die Branche. Während die Notdienste wie gewohnt arbeiten, ruht der reguläre Betrieb in den meisten Apotheken für einen Tag. Ob es zu einer Lösung kommt, hängt davon ab, ob die Regierung auf die Forderungen nach höheren Erstattungssätzen reagiert.






